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Haan
Friedensheim-Bewohner haben Herz für Flüchtlinge

Haan. Die Theodor-Fliedner-Stiftung stellt vier Seniorenwohnungen für Asylsuchende zur Verfügung. Von Nicole Kuska

Gemütlich sitzen die Besucher in der Cafeteria des Friedensheims auf der Dellerstraße und genießen Kaffee und Kuchen. Herzluftballons, Herzkissen und Herzkuchen schaffen passend zum Motto eine angenehme Atmosphäre. Unter dem Motto "Mit viel Herz" hat das Friedensheim zur monatlichen Aktion in die Cafeteria eingeladen. Die Einnahmen der Veranstaltung gehen an Flüchtlinge, die künftig in vier von insgesamt 36 Seniorenwohnungen des Friedensheims wohnen werden: "Die Theodor-Fliedner-Stiftung hat die Wohnungen zur Verfügung gestellt. Bisher wohnt dort schon ein Ehepaar mit Kind aus Albanien und in der nächsten Zeit werden noch Flüchtlinge aus Eritrea, Bangladesch und Sri Lanka einziehen", erklärt Mechthild Marx, Koordinatorin für Ehrenamt, Beirat, Mieter, Kultur- und Gemeindearbeit im Friedensheim.

Die Idee, dass die Stadt Haan für die Flüchtlinge die Wohnungen mietet, ist im Oktober vergangenen Jahres entstanden. "Wir haben alle drei Monate ein Mietertreffen und da war es den Mietern ein Anliegen, den Flüchtlingen zu helfen", erzählt Mechthild Marx: "Ich war selbst von der Resonanz positiv überrascht und dann galt es sich zu überlegen, in welcher Sprache zum Beispiel die Brandschutzverordnung kommuniziert wird und sich um andere Auflagen zu kümmern." Englisch sei die Sprache, die die Flüchtlinge gut verstünden, berichtet Marx. Die Wohnungen entsprechen Sozialwohnungen und sind zwischen 43 und 58 Quadratmeter groß. Der Mietertrag für die Flüchtlinge ist unbefristet.

Valdet Kosumi wohnt zusammen mit seiner Frau Manjola Deda und Tochter Lejana (1) in einer Wohnung des Friedensheims: "Es ist hier viel besser als im Container. Das Leben ist gut und wir haben auch schon die anderen Flüchtlinge kennen gelernt, die einziehen werden." Inge Hohberger und Sylke Heupel sind ehrenamtliche Mitarbeiter der Cafeteria und opfern gerne ihre Freizeit: "Ich bin Vollzeit berufstätig, aber der Umgang mit den Bewohnern macht mir viel Freude", erzählt Sylke Heupel. "Ehrenamt ist eine Herzensangelegenheit", ergänzt Hohberger. Dennoch mangelt es dem Friedensheim noch an ehrenamtlichen Helfern: "Wir wünschen uns noch mehr helfende Hände und Füße", erzählt Mechthild Marx, Leiterin des Sozialen Dienstes.

Quelle: RP
 
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