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Haan
Großes Lob fürs "Pfingstrausch"-Festival

Haan. 40 Vereine und 30 Bands gaben mit dem Bürgerfest den Abschluss für die Veranstaltungsreihe. Von Nicole Kuska

Mit zwei stockähnlichen Schlägern spielt Azad Shahawysi ein Instrument, das einer Zither ähnelt. Orientalische Töne erklingen, während es in dem mit Zuschauern gefüllten Raum ganz ruhig ist. "Das ist ein Santour, und darauf spiele ich ein traditionelles Lied aus dem Iran", erklärt er.

Gemeinsam mit Mohsen Mohseni trat der iranische Flüchtling am Samstag beim ersten Haaner "Pfingstrausch"-Festival im Café International der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe an der Marktpassage auf. Fünf Tage lang wurden bei der Veranstaltung der Musikschule Haan Konzerte und Mitmach-Veranstaltungen in der Stadt angeboten. Am Samstag verschmolz das "Pfingstrausch"-Festival zum Abschluss mit dem Bürgerfest zur Straßenparty. "Die Stadt hat gemeinsam mit der Musikschule Haan nach und nach die Idee eines Festivals entwickelt. Die Planung hat neun Monate gedauert und ich finde, dass etwas Schönes daraus geworden ist", erklärte Elmar Jünemann, Wirtschaftsförderer der Stadt Haan.

Auf vier Bühnen in der Innenstadt wurden die Besucher mit Rock-, Pop- und Jazzmusik beschallt. In Zukunft soll es auf "Pfingstrausch"-Festivals aber noch mehr Themen geben: "Wir haben uns jetzt auf die Musikrichtungen festgelegt, aber wir möchten noch andere Kulturthemen wie Lesungen und Poetry Slams integrieren", erzählt Jünemann. Höhepunkt der Veranstaltung war das Finale am Samstag: "Diese Straßenfestatmosphäre hatten wir in Haan so noch nicht. Es ist auch mal etwas anderes, dass beispielsweise keine Bühne am Neuen Markt steht, sondern am Alten Markt." Eine Bilanz kann Jünemann aber noch nicht ziehen: "Wir werden uns in einer Woche Feedback einholen und dann besprechen, ob wir mit dem Festival weiter machen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass wir das Festival künftig alle zwei Jahre stattfinden lassen", so Jünemann. Auch Veranstalter Thomas Krautwig kann noch keine Bilanz ziehen, war aber zufrieden: "Bisher läuft alles super. Wir haben schon großen Zuspruch erhalten und schauen nun, wie es weiter geht."

30 Bands sind insgesamt aufgetreten. Aber auch Haaner Vereine haben anlässlich des Bürgerfestes das Bühnenprogramm mitgestaltet. Unter anderem der Städtische Singverein, die "Tricking"-Gruppe des Haaner Turnerbund und Tanzgruppen von "Majas Bewegungszentrum". "Tricking" ist eine Mischung aus Kampfsport und Akrobatik.

Bei Kindern beliebt waren die Zwerg-"Orpington"-Hühner des Rassegeflügel Zuchtvereins Haan 1891: "Die Kinder nehmen sie auf den Arm und freuen sich. Und wir bringen den Menschen das Rassegeflügel näher. Traditionell präsentieren wir uns hier seit Anbeginn des Bürgerfestes", erzählte Andrea Schulz. Der Rockin' Rooster-Club hatte das Festival gemeinsam mit der Musikschule erarbeitet: "Wir möchten unseren Bekanntheitsgrad erhöhen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir nächstes Mal wieder beim Bürgerfest dabei sind, um uns zu präsentieren", sagte Miriam Kerim vom Rockin' Rooster Club. Bei den Besuchern kam das Festival gut an: "Ich finde es hier sehr schön. Auch für Kinder wird hier einiges geboten", sagte Britta Weishaupt. Auch Familie Wesendunk war überzeugt: "Das ist mal etwas anderes."

Quelle: RP
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