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Haan
Gruitener Schwalbenturm wartet auf Nistpärchen

Haan. Der Schwalbenturm in Gruiten am Dinkelweg hat schon erste Besucher gehabt, aber leider noch keine Bewohner. Das berichtet Sven Kübler von der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (AGNU) Haan. "Einige Mehlschwalben haben sich das mögliche Quartier für 2017 schon einmal angeschaut. Zum Bezug war es aber wohl dieses Jahr zu spät", vermutet er. "Damit auch die Menschen etwas mit dem Turm anfangen können, hat die AGNU nun ein Plakat mit Erklärungen aufgehängt", teilt Kübler mit.

Unter einem Spezialdach auf einem vier Meter hohen Mast hatte der städtische Bauhof in Zusammenarbeit mit den Naturschützern im Mai dieses Jahres 20 Nester für Rauchschwalben installiert. Damit können die vielen im Hasenhaus-Gebiet vorkommenden Rauchschwalben abseits von Wohnhausfassaden und dächern nisten, wo sich Hausbesitzer oft über den Kot der Vögel ärgern. Der Schwalbenturm ist am Regenrückhaltebecken am Dinkelweg aufgestellt. Durch das Wasser und den lehmigen Boden erhalten die Vögel dort ihr Baumaterial zur Vollendung der vorgefertigten Nester. Spätestens im kommenden Jahr werden die erste Nistpaare einziehen, sind die Naturschützer überzeugt.

"Ein neues Quartier haben die Schwalben nun. Wichtig ist aber, dass wir Menschen auch dafür sorgen, dass die Schwalben ausreichend Futter finden", berichtet Kübler: Insekten finden die Vögel vor allem auf bunten Feldrainen an Äckern. "Es wäre schön, wenn die Landwirtschaft dort mehr Wildpflanzen zulässt", fordert Kübler.

(arue)
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