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Haan
Hund stöbert Waffe neben Flüchtlingsunterkunft auf

Haan. Der Hund eines Spaziergängers hat am Donnerstag, gegen 9.30 Uhr auf dem Gelände vor dem Tiefgeschoss unter der Aula des Haaner Gymnasiums eine Waffe aufgestöbert. Das bestätigt die Kreispolizei Mettmann erst jetzt auf RP-Anfrage. Von Alexandra Rüttgen

In unmittelbarer Nähe liegt die Turnhalle des Gymnasiums, die derzeit von Flüchtlingen als Notunterkunft belegt ist. Zurzeit sind dort rund 70 Gäste untergebracht.

Schüler beobachteten während der vierten Unterrichtsstunde, wie Beamte die Waffe sicher stellten. Schulleiterin Friederike von Wiser bat die Polizei daraufhin um einer Stellungnahme. Es antwortete ihr der Leiter der Haaner Polizeiwache, Jörg Janke. Seine Mail liegt der RP vor.

Ihm zufolge wurde die Waffe zufällig durch einen im Unterholz herumstromernden Hund entdeckt. Sie lag von einer größeren Laubschicht bedeckt im Erdreich, "und es hatte nicht den Anschein, dass sie dort gezielt abgelagert wurde", schreibt Janke in seiner Stellungnahme. Aufgrund größerer Rost-Anhaftungen gehe die Polizei davon aus, dass die Waffe bereits mehrere Wochen dort liegt.

"Die Polizei geht derzeit davon aus, dass eine bislang unbekannte Person diese Waffe dort entsorgt hat, um möglicherweise einer waffenrechtlichen Überprüfung zu entgehen oder aus sonstigen nicht bekannten Gründen die Waffe dort verloren hat." Eine Bedrohung der Lehrer- und Schülerschaft sei nicht erkennbar.

In einem weiteren Zusatz seiner Mail, die an Bürgermeisterin Bettina Warnecke erging, schrieb er außerdem, ein Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation sei nicht erkennbar. Darüber zeigt sich Bürgermeisterin Warnecke erleichtert. "Ich bin froh über die eindeutige Aussage der Polizei, dass ein Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation nicht erkennbar ist." Die Polizei ermittelt und versucht zurzeit, den Eigentümer festzustellen. Laut Janke könne es noch mehrere Wochen dauern, bis das Ergebnis vorliege.

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