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Betrieb für Computerzubehör
Industriehalle nach Großbrand in Haan einsturzgefährdet

Großbrand in Haan
Großbrand in Haan FOTO: Patrick Schüller
Haan. Nach einem Großbrand an der Böttingerstraße in Haan ist eine Industriehalle einsturzgefährdet. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr kontrolliert den Einsatzort bis zum Abend auf Brandnester, die erneut auflodern könnten.  Von Alexandra Rüttgen

Die Feuerwehr Haan ist am Sonntagmorgen um 6 Uhr mit dem Stichwort "Gebäudebrand" zur Böttinger Straße gerufen worden. Ein Autofahrer hatte Flammen in einem Gewerbetrieb bemerkt und den Notruf gewählt.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand eine Lagerhalle des Betriebs für Computerzubehör bereits auf einer Fläche von rund 20 mal 20 Metern komplett in Flammen. Daher wurde Sirenenalarm in Haan und Gruiten ausgelöst, um alle verfügbaren Kräfte zu erreichen. Kurz darauf wurde über die Kreisleitstelle zudem überörtliche Unterstützung angefordert. Sie entsandte Einheiten der Feuerwehren Erkrath und Hilden.

Das Feuer drohte schon in einer sehr frühen Phase auf eine angebaute Halle des selben Betriebs mit einer Grundfläche von ca. 50 mal 20 Metern überzugreifen. Daher wurde diesem Gefahrenschwerpunkt zunächst besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Das Dach des benachbarten Objektes wurde zwar durch die Flammen erfasst. Durch massiven Einsatz von Löschwasser konnte die Ausbreitung auf das Objekt aber verhindert werden.

Um den Brand in einem Industriegebäude an der Böttingerstraße zu lösche, waren zeitweise 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz im Einsatz. FOTO: Feuerwehr Haan

Die Einsatzstelle wurde in zwei Abschnitte gegliedert. Der vollständig brennende Gebäudeteil, in dem zahlreiche Paletten mit Druckerpapier und Multifunktionsgeräte (Drucker-/Kopierer-/Scan-/Fax-Kombi) gelagert wurden, konnte nicht mehr betreten werden, da Einsturzgefahr drohte. Die übrigen Gebäudebereiche wurden von den Einsatzkräften begangen und kontrolliert. In ihnen wurden ebenfalls Multifunktionsgeräte gelagert und bearbeitet, außerdem handelte es sich um Bürobereiche.

Diese wurden durch Rauch- und Rußeinwirkung erheblich in Mitleidenschaft gezogen, zudem drang Löschwasser ein. Das Dach musste auf der Suche nach Brandnestern unter dem Einsatz von Wärmebildkameras zum Teil geöffnet werden. Im Verlauf des Einsatzes wurden parallel bis zu sieben C-Rohre und ein B-Rohr sowie elf Atemschutztrupps eingesetzt; außerdem erfolgte ein Löschangriff über den Teleskopmast auf das Dach.

Das Deutsche Rote Kreuz versorgte die Einsatzkräfte. In der Spitze waren 90 Feuerwehrleute vor Ort. Ein Feuerwehrmann hatte Brandgeruch eingeatmet und wurde vom Rettungsdienst untersucht - er ist nach Angaben der Feuerwehr aber wohlauf.  

Die Feuerwehr beabsichtigt, mit Beendigung der Brandwache ab 18 Uhr den Einsatzort bis auf weiteres in Intervallen anzufahren und zu kontrollieren.

 
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