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Haan
Haaner Hahn stiftet Freundschaften

Haan. Zum zehnten Mal hat jetzt das Haaner Gymnasium, zugleich Europaschule, Gäste aus der Partnerstadt Eu empfangen. Von Sandra Grünwald

In der Aula des Städtischen Gymnasiums Haan wird eifrig geplaudert. Doch an diesem Dienstagmittag mischen sich zwischen die deutschen auch französische Töne. Denn dort sind gerade alle 35 Austauschschüler vom Collège Louis Philippe aus der Partnerstadt Eu und die 35 Gastgeberschüler versammelt.

Am Nachmittag zuvor waren die Austauschschüler mit ihren drei Lehrern in Haan angekommen. Den Vormittag über haben sie am deutschen Unterricht teilgenommen. Jetzt werden sie von Schulleiterin Friederike von Wiser und Bürgermeisterin Bettina Warnecke offiziell begrüßt: "Ihr nehmt an einem besonderen Schüleraustausch statt", betonte die Schulleiterin. "Ich kenne keine Schule, die im sechsten Jahrgang einen Austausch pflegt."

Bereits Anfang der 1990er Jahre hat das Haaner Gymnasium mit dem Schüleraustausch mit Haans französischer Partnerstadt Eu begonnen. Und seit zehn Jahren findet dieser Austausch nun mit dem Collège Louis Philippe statt. Für Friederike von Wiser eine besondere Tradition. Im Juni kommenden Jahres findet dann der Gegenbesuch von 35 Schülern des Haaner Gymnasiums in Eu statt. Und das passt auch prima, denn, wie die Bürgermeisterin erklärte: "Nächstes Jahr feiern wir fünfzig Jahre Städtepartnerschaft mit Eu."

Danach erklärte Bettina Warnecke den französischen Schülern die Besonderheiten der deutschen Sprache in Sachen Haan. "Haan wird mit zwei A geschrieben, und das Wappentier der Stadt Haan ist der Hahn und der wird mit H geschrieben." Damit sich dies einprägt, aber auch als nette Erinnerung, hatte sie den Schülern aus Eu einen kleinen Hahn als Geschenk mitgebracht, der auf große Begeisterung stieß: "Ich wünsche mir, dass ihr hier Freundschaften schließt fürs Leben", betonte die Bürgermeisterin.

Die Haaner Schüler haben erst seit vier Monaten Französischunterricht. Die Schüler aus Eu zum Teil auch, andere sind bereits im zweiten Jahr. Da ist die Verständigung noch etwas schwierig. "Wir wollen sie durch den Austausch motivieren, die Sprache zu lernen", erklärt Lars Lemanski, Fachlehrer Französisch. "Die Sprache lernt sich in Begegnungen immer besser."

Jade Flügel und ihre französische Gastschülerin Zélie verstehen sich schon prima. "Sie versucht, Deutsch zu sprechen. Wenn sie etwas nicht weiß, nimmt sie ein französisches Wort und versucht es mir zu erklären. Oder sie malt es auf", verrät Jade. Zur Not spreche auch ihre Stiefmutter gut Französisch. "Es klappt gut", meint Jade.

Nach dem Empfang gab es eine Stadtrallye durch Haan. Eine Fahrt nach Köln mit Besuch des Doms und des Schokoladenmuseums steht ebenfalls auf dem Programm, genauso wie der Besuch des Neanderthal-Museums, bevor es am Freitag dann wieder heißt: Abschied nehmen und "au revoir".

Quelle: RP
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