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Haan
Haaner Straßen liegen im Dunkeln

Haan: Haaner Straßen liegen im Dunkeln
Auf der Kaiserstraße in Haan ist der Fahrbahnbereich recht dunkel. Passanten, die zwischen den Fußgängerampeln die Fahrbahn kreuzen, sind nur schlecht zu sehen. Die Laternen rechts und links leuchten die Gehwege aus. FOTO: Ralf Geraedts
Haan. Zu Beginn der dunklen Jahreszeit richtet sich der Blick auf die Straßenbeleuchtung: Die ist sehr unterschiedlich. Von Ralf Geraedts

Im Haaner Stadtgebiet gibt es enorme Unterschiede, was die Ausleuchtung des Straßenraums in den Abend- und Nachtstunden angeht. Da ist es beispielsweise auf der Niederbergischen Allee im Technologiepark Haan möglich, im gleißenden Licht der hochmodernen LED-Laternen über mehr als 100 Meter selbst dunkel gekleidete Personen zu sichten. Mitten in der Stadt, auf der Kaiserstraße, ist ein kreuzender Fußgänge dagegen kaum zu sehen. Dort leuchten Laternen die Gehwege aus. Über der breiten Fahrbahn allerdings baumeln nur wenige Leucht-einheiten an Halteseilen. Der Straßenraum selbst bleibt fast im Dunkeln.

"Im Bereich zwischen Post und Alter Markt ist die Beleuchtung mehr als unzureichend", findet Ralf Cieslewicz. In diesem Bereich lägen zwei große Bushaltestellen und viele Fußgänger, insbesondere ältere Mitbürger und Schüler, wechselten in diesem Bereich die Straßenseite, ohne die vorhandenen Ampelanlagen zu nutzen", weist der Bürger auf die besondere Gefahrenlage hin. "Gerade in der Herbst- und Winterzeit, mit schlechten Sichtverhältnissen, ist ausreichende Beleuchtung unabdingbar um das Sicherheitsrisiko zu minimieren."

Eigentümerin der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet ist die Stadtwerke-Haan-GmbH, die auch in der Finanzverpflichtung steht. Aber: Hoheitlich zuständig ist die Stadt Haan, die ihrerseits alle nötigen Schritte mit der Innogy abstimmt, die ihrerseits als Pächterin der Straßenbeleuchtung für deren Betrieb, Wartung und Ergänzung verantwortlich zeichnet. Im Stadtteil Haan gibt es rund 3100 Straßenleuchten, in Gruiten etwa 740.

1998 beschloss der Stadtrat, die Zahl der Straßenlaternen in der Innenstadt deutlich - um etwa ein Drittel - zu reduzieren. Rat und Verwaltung wollten Energiekosten reduzieren. Als Ersatz für die veralteten Quecksilberdampf-Lampen - sie durften nur bis 2015 betrieben werden - wurden zugleich die relativ sparsamen Natriumdampf-Leuchtmittel eingesetzt. Inzwischen ist die LED-Technik deutlich fortgeschritten. Ein Austausch, aber gerade über der Bundesstraße 228 nicht einfach. Schon 2012 erläuterte ein Experte der RWE, das LED-Leuchtmittel wegen ihres recht scharf gebündelten Lichtstrahls in den an Seilen hängenden Leuchten zu Blendeffekten führen könnten. Außerdem seien sie relativ teuer, was einen flächendeckenden Austausch nicht wirtschaftlich mache. Hinzu kommt, dass die Zahl der Leuchten wieder erhöht werden müsste.

Eine geeignete Beleuchtung leistet einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Unfällen, Unsicherheit und Kriminalität. Von daher gehört Licht an öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen zur Verkehrssicherungspflicht, die die Kommunen zu gewährleisten haben. Andererseits aber ist jeder Verkehrsteilnehmer gehalten, sein Teil zur Sicherheit beizutragen. Von daher sind Fußgänger gerade in der dunklen Jahreszeit gehalten, sich möglichst hell zu kleiden, um für Autofahrer früher sichtbar zu sein. Und: Natürlich müssen sie sich auch an Verkehrsregeln halten.

Quelle: RP
 
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