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Haan
Investor legt Pläne für Windhövel vor

Haan: Investor legt Pläne für Windhövel vor
So soll das neue Einkaufszentrum aus der Perspektive vom Neuer Markt aussehen. Ankermieter sollen ein Lebensmittelmarkt und ein Drogeriemarkt sein. FOTO: ITG Immobilien-Treuhand-GmbH & Co. Düsseldorf
Haan. Die ITG Immobilien-Treuhand plant für die Haaner Innenstadt ein Einkaufszentrum mit Drogerie und Supermarkt. Von Alexandra Rüttgen

Der Stadtentwicklungsausschuss wird in seiner Sitzung am Mittwoch, 2. November, über die Pläne der ITG Immobilien-Treuhand beraten, zwischen der Straße Windhövel und dem Neuen Markt ein neues Einkaufszentrum (Windhövel-Center) zu errichten. Die Stadtverwaltung sieht darin eine Chance, den Einzelhandelsstandort zu stärken, aufzuwerten und Versorgungslücken zu schließen, heißt es in der Vorlage.

Was ist geplant? Es soll ein Geschäftshaus gebaut werden, das sich östlich der Tiefgarage Schillerstraße bis zum Neuen Markt erstreckt. Eine Überbauung der Tiefgarage Schillerstraße ist nicht mehr geplant. Sie wird als Parkraum gebraucht.

Wie groß ist das Objekt? Es sieht rund 4500 Quadratmeter Gesamtverkaufsfläche vor. Dabei sind rund 3000 Quadratmeter für einen Lebensmittelmarkt, 1000 Quadratmeter für einen Drogeriemarkt und 500 Quadratmeter für sonstige Nutzungen vorgesehen. Damit ist das aktuelle Konzept abgespeckt: Die Verkaufsfläche wurde um 50 Prozent reduziert.

Wie kommen die Kunden in das Einkaufszentrum? Zu Fuß über den Neuer Markt und einen Seiteneingang vom Schillerpark. Über das Haus wird es jedoch keine Verbindung zum Windhövel oder zur Kaiserstraße geben. Eine Verkehrsuntersuchung durch die Kölner Agentur Runge habe ergeben, dass die Erschließung für den Lieferverkehr über die Schillerstraße am sinnvollsten ist. Den für das Objekt erforderlichen Parkraum sieht die Verwaltung über die 1974 eröffnete Tiefgarage Schillerstraße mit rund 163 Stellplätzen als gedeckt an.

Wie geht's nun weiter? Nicht alle nötigen Flächen sind bereits im Eigentum des Investors; einige gehören der Stadt und privaten Inhabern. Grünes Licht für das Projekt müssen der Rat und seine Ausschüsse geben. Der Gestaltungsbeirat wird außerdem um seine Meinung gefragt. Bei Zustimmung wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt. Die Stadt gibt dem Investoren einen Termin vor, bis zu dem er das Projekt umsetzen muss.

Ist ein Windhövel-Center nicht schon lange im Gespräch? Seit rund 20 Jahren wird in Haan über das Windhövel-Center diskutiert. Die "Bürgerinitiative Innenstadt Haan" wehrte sich dagegen. Kritiker forderten ein Gesamtkonzept. 2009 und 2011 erklärte das Oberverwaltungsgericht Münster nach einer Normenkontrollklage der Bürger zwei Bebauungspläne für unwirksam. Noch 2005/2006 wurde über ein großes Einkaufszentrum mit rund 11.000 Quadratmetern Verkaufsfläche nachgedacht. Zwischenzeitlich haben Stadt und Investor die Pläne jedoch abgespeckt.

Warum erscheint ein Windhövel-Center den Planern nach wie vor als attraktiv? 2013 nahmen die Planungen nach einem Impuls aus der Politik - CDU und FDP änderten ihre ablehnende Einstellung zu dem Projekt - neue Fahrt auf. Auch Gutachter, die jetzt das Integrierte Handlungskonzept erstellten, sprachen sich 2014 für eine Fortsetzung des Windhövel-Projektes aus. Dadurch werde ein "neuer Anker" geschaffen, sagte damals Ursula Mölders, Geschäftsführerin des Kölner Stadtplaner-Büros Dr. Jansen. Mitte vergangenen Jahres beschloss der Rat dann eine Veränderungssperre, um den Planungen für ein neu konzipiertes Center genug Zeit zu verschaffen.

Um die aktuelle Meinung der Bürger zu diesem Projekt zu erfahren, bietet die Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH) für Samstag, 29. Oktober, 10 bis 13 Uhr, an einem Dialogstand auf dem Neuer Markt (zwischen Optiker Langenberg und Parfümerie Becker) Gelegenheit zum Gespräch an.

Quelle: RP
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