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Haan
Jugendcafé-Eröffnung sorgt für Hochbetrieb

Haan. Der Besucherandrang zum Auftakt übertraf alle Erwartungen. Der erste Tag verlief zeitweise etwas hektisch. Von Cristina Segovia-Buendía

Heitere Hektik herrschte bei der Eröffnung des neuen JuCas: Die Jugendlichen hinter der Theke kamen mit den ersten Bestellungen kaum noch hinterher. Meike Lukat, vom Vorstand des Trägervereins, half im Hintergrund mit. Vor der Ausgabe, hinter denen schmackhaft belegte Brötchen, Muffins und verschiedene Kuchen auf hungrige Gäste warteten, bildete sich eine lange Schlange, die bis nach draußen reichte. Dort hatten sich ebenfalls größere Menschentrauben gebildet. Viele lugten neugierig durch die kleinen mit dezenten Lichterketten umrahmten Fenster. Sie wollten einen ersten Blick aufs neu gestaltete, noch schlichte Interieur erhaschen, aber auch die Junggastronomen während des Hochbetriebs beobachten. In den Genuss des allerersten JuCa-Kaffees kam Ratsmitglied Annegret Wahlers, die es sich an einem kleinen Tisch mit ihren Begleitern gemütlich gemacht hatte: "Als Mutter von drei Kindern, finde ich es natürlich toll, meinen Kaffee auch mal von Jugendlichen zu bekommen", sagte sie mit einem Augenzwinkern. Als passives Mitglied des Trägervereins hatte Wahlers schon vor der Eröffnung das Vorhaben der Jugendlichen unterstützt, ebenso wie Ehemann Alfons Wahlers, als Stiftungsmitglied im Rotary-Club Hilden-Haan. "Das Café ist toll geworden", urteilte er. Der Rotary-Club sei stolz, ein solches Projekt für Jugendliche in Haan gefördert zu haben. Auch Elke Fischer, Abteilungsleiterin im Jugendamt, freute sich über den regen Zuspruch der jungen und älteren Bevölkerung: "Es war von Anfang an eine total gute Idee und ich hoffe, dass das Café noch eine lange Fortsetzung hat." Das Engagement der Jugendlichen lobte sie: "Man merkt, dass sie sich für diese Aufgabe entschieden haben und super engagiert, mit viel Herzblut, dabei sind."

Klein aber fein ist das kleine Lokal im alten Fachwerkhaus, zentral gelegen, nur wenige Schritte hinter der Bushaltestelle Markt. Ein optimaler Ort für die Haaner Jugend, findet auch Roxy Zambon (13), Mitglied im Jugendparlament und im Jungvorstand des JuCas: "Noch ist es nicht komplett eingerichtet. In den nächsten Tagen werden wir freies Wlan haben und eine gemütliche Sitzecke ist noch geplant, wenn wir genügend finanzielle Mittel haben." Die erste Schicht war für sie ziemlich aufregend und stressig. "Wir müssen uns in der Küche noch erst ein wenig einspielen, aber ich bin sicher, dass es gut funktionieren wird." Rund 40 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahre sind es, die den Cafébetrieb im Schichtdienst, aufrechterhalten werden, immer in Begleitung eines Erwachsenen. Auch die beiden 15-jährigen Freundinnen Antonia und Miriam, die am Eröffnungstag als Gäste dabei waren, gehören zum Team: "Das Lokal ist gut gewählt, sehr zentral und die Preise sind günstiger als wo anders, sodass man auch mal in der Mittagspause vorbei kommen kann", sagte Antonia. Und Miriam lobte die lockere Stimmung: "Man fühlt sich hier sofort wohl."

Quelle: RP
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