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Haan
Jugendliche bringen Farbe in die Stadt

Haan: Jugendliche bringen Farbe in die Stadt
Zwei Schriftzüge, knallbunt gestaltet, auf denen Haan zu lesen ist: Das sind die Entwürfe von Julia und Katharina. Bald werden sie ihre Entwürfe auf zwei Stromkästen an der Ellerscheider Straße übertragen können. FOTO: ola
Haan. Das 13-jährige Zwillingspaar Julia und Katharina Egger hat beim Verschönerungsprojekt des Jugendparlaments (JuPa) zwei Entwürfe eingereicht und wird bald zwei graue Stromkästen an der Ellerscheider Straße mit ihren Designs in bunte Hingucker verwandeln. Von Cristina Segovia-Buendía

Die Gartenstadt soll schöner werden. Das hatte sich das Jugendparlament vorgenommen. Dazu sollen graue Stromkästen der Telekom mit schönen Motiven ansprechend und bunt gestaltet werden. Zunächst lief der Aufruf der Jungparlamentarier eher schleppend, berichtete JuPa-Koordinator Daniel Oelbracht noch vor einigen Monaten. Doch nun scheint das Projekt, dank der tatkräftigen Unterstützung kreativer Haaner Bürger, Organisationen, Institutionen und Vereine ins Rollen zu kommen, so dass vor Ende des Jahres die ersten Kästen wohl fertig gestaltet werden könnten. Einige Entwürfe wurden bereits eingereicht und von der Telekom abgesegnet, beispielsweise die beiden Motive der Zwillingsschwestern Julia und Katharina Egger.

Zwei Schriftzüge, knallbunt gestaltet, auf denen Haan zu lesen ist. Der eine Entwurf von Julia zeigt abgerundete Buchstaben in einem harmonischen Farbverlauf. "Darunter habe ich den Namen unserer Partnerstadt Eu geschrieben", erklärt Julia mit Blick auf ihren Entwurf. Zwei Pfeile, links und rechts, symbolisieren die Beziehung zwischen der Gartenstadt und ihrem französischen Partner in der Normandie. Schwester Katharina hat sich auch für einen bunten Schriftzug entschieden: "Weil es darum geht Haan zu verschönern, habe ich Haan geschrieben und die Buchstaben bunt ausgemalt", erklärt die 13-Jährige ihr simples, aber einleuchtendes Konzept. Und es sieht klasse aus: "Ich habe die Farben des Regenbogens genommen und in 3D gearbeitet." Schwarze Ränder und eckige Schatten lassen den kurzen Schriftzug voluminöser wirken.

Bald werden sie ihre Entwürfe auf zwei Stromkästen an der Ellerscheider Straße übertragen können. "Wir müssen nur noch abklären, welche Farben dafür benutzt werden dürfen", sagt Mutter Alexandra Egger, die aus der Zeitung von der Aktion erfahren hatte und ihren Töchtern erzählte. "Ich finde es toll, dass dafür Flächen zur Verfügung gestellt werden." Vater Ulrich Egger findet die Idee auch gut und ist stolz, dass bald zwei Kunstwerke seiner Töchter das Stadtbild verschönern werden. "Es ist schön, dass sie die Initiative ergriffen haben und mitmachen." Julia bringt bereits einige Erfahrungen mit. Sie besucht eine Malschule und nahm an einem Graffiti-Workshop teil: "Ich habe schon mal gesprüht und das hat total viel Spaß gemacht." Darauf freut sie sich jetzt auch und darauf, ihrem Motiv auf dem Weg zur Schule bald täglich zu begegnen. Für die Umsetzung ihres Motives hatte sie nämlich den Stromkasten an der Kreuzung zwischen Ellerscheider Straße und Flurstraße angegeben. "Weil ich jeden Tag vorbeikomme und es dann sehen kann."

Schwester Katharina hat zwar noch nie gesprüht, ist sich aber sicher, einiges bei Julia abschauen zu können. Bei ihr steht noch nicht fest, welcher Kasten es genau sein wird, "ich weiß nur, dass es einer weiter vorne, an der Aral-Tankstelle sein soll. Aber da stehen ja mehrere", sagt die 13-Jährige. "Aber ich freue mich auch tierisch darauf."

Wer mitmachen will, schickt eine Mail mit Vorschlägen an info@jugend-macht-haan.de

Quelle: RP
 
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