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Haan
Jugendparlament steht vor Neuwahl

Haan: Jugendparlament steht vor Neuwahl
Das im November 2013 gewählt Jugendparlament. Betreut werden die engagierten Jugendlichen von Koordinator Daniel Oelbracht (r.). und Stadtjugendreferent Peter Burek (4.v.r.). FOTO: Staschik, Olaf
Haan. Neue Wahlordnung soll Wahlbeteiligung erhöhen. Diskussion über freies WLAN in der Innenstadt. Von Dirk Neubauer

Von zwölf Mitgliedern kamen am Montagabend Lucio Dröttboom und Finn Sonnenschein zur Sitzung des Haaner Jugendparlaments. Ihnen stand inklusive Bürgermeister und Bürgermeisterkandidaten, Ratsvertretern und Verwaltungsmitgliedern im Ratssaal die fünffache Menge an Erwachsenen gegenüber. Einige Jugendparlamentarier waren krank oder hatten sich entschuldigt, vier Jugendvertreter sind mittlerweile volljährig.

Zentrales Thema: die anstehende Wahl des neuen Haaner Jugendparlaments. Es soll von allen Jugendlichen zwischen 12 (bisher: 13) und 17 Jahren gewählt werden. Und: Ende Oktober/Anfang November soll es eine ganze Wahlwoche geben, mit Urnen in den Schulaulen, die klassenweise aufgesucht werden sollen. Bei der Wahl im Jahr 2013 wurden einfach nur Urnen in den Schulen aufgestellt. Lediglich knapp 6,5 Prozent der 1600 Jugendlichen wählte. Das soll in diesem Jahr anders werden. Bei der neuen Wahlordnung hat man sich an den Jugendparlamenten in Ratingen, Hilden und Monheim orientiert.

"In Bezug auf die Zahl der Kandidaten sind wir vorsichtig optimistisch", sagte Koordinator Daniel Oelbracht und schloss mit dem "wir" Stadtjugendreferent Peter Burek gleich mit ein. Eine mögliche Kandidatin kam Montag als Gast in die Sitzung; einige der aktuellen Jugendparlamentarier signalisieren, dass sie sich eine weitere Amtszeit vorstellen können. Man werde noch mal eine Werbetour durch alle Haaner Schulen unternehmen. Anders als vor zwei Jahren hätten einige Lehrer gezielt darum gebeten, in bestimmte Klassen zu kommen.

Neben den bevorstehenden Wahlen waren das freie WLAN in der Haaner Innenstadt und die Verschönerung der grauen Telekomkästen weitere Themen. Das Jugendparlament wünscht sich eine deutliche Ausweitung des freien WLANs, das es derzeit im Bereich der Stadtbücherei und der Stadt-Sparkasse gibt. Gesucht werden Händler oder Privatleute, die einen solchen WLAN-Punkt einrichten möchten. Die Kosten sind laut CDU-Ratsherr Vincent Endereß mit einmalig 25 Euro und knapp 100 Euro pro Jahr überschaubar.

Zur Verschönerung der vielen grauen Telekom-Kästen gibt es die generelle Erlaubnis der Telekom. Allerdings müssen vorher Entwürfe eingereicht und von der Telekom genehmigt werden. Das Jugendparlament hat bereits ein halbes Dutzend Sprayer gefunden, die kreativ werden wollen.

Quelle: RP
 
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