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Haan
Jugendparlament sucht Kandidaten

Haan. Im Dezember wählen die Jugendlichen ihre Vertreter, doch noch gibt es nicht genügend Bewerber.

Für die 14-jährige Sedef Akkiran ist die Entscheidung gefallen: "Ich möchte später mal in der Verwaltung arbeiten und im Jugendparlament kann ich erste Erfahrungen sammeln." Schon jetzt diskutiert Sedef gerne mit Freunden und im Familienkreis. "Ich traue mir durchaus zu, Projekte mit Argumenten zu vertreten", so die Schülerin, die ihre Bewerbung schon eingereicht hat. "Ich glaube nicht, dass die Arbeit im Jugendparlament eine trockene Materie ist."

Auch bei Lara Wohlrab sind die Würfel schon gefallen: "Wir kennen die Meinung und Wünsche der Jugendliche besser als die Verwaltung", glaubt die 14-Jährige. Deshalb ist für sie die Schlussfolgerung: "Wir müssen unsere Anliegen selbst vertreten und können als Jugendliche auch etwas bewirken." Nadine Lütz zögert noch. Der Bewerbungsbogen ist zwar schon zur Hälfte ausgefüllt, aber: "Mir fehlt noch ein Unterstützer." Jugendreferent Peter Burek erklärt: "Jeder Bewerber braucht zwei Personen, die seine Kandidatur unterstützen." Während Nadine gerne etwas bewegen möchte, hat sie viele Schulkameraden, die "lieber chillen". Sie selbst spricht auch den anderen Interessenten aus der Seele: "Jugendliche können in Haan nicht viel machen. Es fehlen Freizeitmöglichkeiten; ein Kino wäre schön. Dafür opfere ich gerne meine Freizeit." Zwölf Kandidaten sind notwendig, damit ab 14. Dezember das neue Jugendparlament gewählt werden kann. Die Interessenten werden zuvor auf der Internetseite des Jugendparlaments vorgestellt. Dann können die Schüler eine Woche lang ihre Stimme abgeben. Sollten bis 14. Dezember nicht ausreichend Bewerbungen vorliegen, "können wir die Wahlwoche einmal verschieben". Doch Burek und Daniel Oelbracht, Koordinator des Jugendparlaments hoffen, dass das nicht nötig sein wird. Die Bewerbungsfrist wurde bis 4. Dezember verlängert. "Wir müssen alle zwei Jahre trommeln, um genug Bewerber zu bekommen", so Oelbracht. Einen Grund sieht er darin, dass sich die Mitglieder für zwei Jahre binden müssen: "Zwei Jahre sind ein Zeitraum, in dem man etwas bewirken kann. Ein Jahr reicht nicht aus." Und "es existiert eine Hemmschwelle vor Politikern zu reden".

Nachdem die Skater-Anlage auf Vordermann gebracht wurde, geht es nun um die Einrichtung neuer Treffpunkte. Mitmachen lohnt sich also. "Jugendliche haben das Recht, die Zukunft der Stadt mit zu gestalten", findet Oelbracht. Und deshalb suchen die Organisatoren weiter mit Feuereifer nach Kandidaten.

www.jugend-macht-Haan.de

(bind)
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