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Haan
Knappe Mehrheit stimmt für Radschutzstreifen auf B 228

Haan. Das politische Tauziehen geht weiter und wird wohl erst im Stadtrat entschieden. Entscheidend ist wie UWG und Bürgermeisterin abstimmen.

Es gibt zwar keine neuen Argumente: Über den geplanten Fahrradschutzstreifen die Bahnhofstraße bergauf wird jedoch weiter politisch gestritten. Für den Schutzstreifen müssten von heute 74 Stellplätze 24 wegfallen. Dagegen protestierten betroffene Händler und Gewerbetreibende an der Bahnhofstraße und sammelten 1816 Unterschriften für die Beibehaltung der geltenden Regelung (Parken auf beiden Seiten).

1453 Unterschriften, also 80 Prozent, stammten von Haaner Bürgern, hat die städtische Wirtschaftsförderung recherchiert - und setzt sich dafür ein, die Belange von Handel und Dienstleistern "angemessen" zu berücksichtigen. Die Läden und Geschäften lebten weniger von Laufkundschaft, sondern würden gezielt aufgesucht. Die CDU hatte in der letzten Ratssitzung den Antrag gestellt, den einstimmigen Beschluss für einen Fahrradschutzstreifen wieder zu kippen. Bürgermeisterin Bettina Warnecke wollte trotz Protest von SPD, Grün-Alternativer Liste (GAL) und Wählerinitiative Lebenswertes Haan (WLH) eine Abstimmung zulassen. Um einer Niederlage zu entgehen, meldeten SPD, GAL und WHL Beratungsbedarf an. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr wurde jetzt erneut abgestimmt.

Mit 9:8 für den Schutzstreifen setzten sich SPD, GAL und WLH gegen CDU, FDP und AfD durch. Tatsächlich entschieden wird aber wohl wieder erst im Stadtrat am 15. November. Die Befürworter des Fahrradschutzstreifens SPD, GAL und WLH haben zusammen 19 Stimmen, die Gegner CDU, FDP und AfD 18. Entscheidend ist, wie die Unabhängige Wählergemeinschaft UWG (1 Sitz) und Bürgermeisterin Bettina Warnecke abstimmen werden.

(cis)
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