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Haan
Künstler testet Skulptur für Kreisverkehr

Haan: Künstler testet Skulptur für Kreisverkehr
Michael Schrader hat mit Meik Haßelberg ein Modell seiner Stahlskulptur vor Ort ausprobiert. FOTO: ola
Haan. Neben Ostermann entsteht ein Kunstwerk, an dessen Finanzierung viele beteiligt sind.

Das Stahlmodell zur Skulptur am Kreisverkehr in Oberhaan neben der Firma Ostermann erhielt gestern bei strömendem Regen seine erste "Feuerprobe". Der Stahlart-Künstler Michael Schrader hat mit Unterstützung des Hebekran-Unternehmers Meik Haßlberger den Höhenabgleich für seine Stahlskulptur vorgenommen. Das war wichtig für ihn, für die Statik, für die Technik. Michael Schrader wollte damit auch genau wissen, ob die Skulptur optimal zu den Proportionen des Kreisverkehrs passt. Nun weiß er endgültig, wie hoch sie sein wird. "7,50 Meter wird sie messen," sagt Michael Schrader, "sie wird schlank und sie wird dezent sein."

Mit der Steinskulptur am anderen Ende der Stadt nahe der Firma Haaner Felsenquelle wird diese Stahlskulptur "korrespondieren", sagt Schrader. Denn Stein und Stahl prägten die Heimat seit ewigen Zeiten. Noch in diesem Jahr vor Weihnachten will er sein Kunstwerk schmieden, und zwar bei der Firma Girostahl in Remscheid. Die rohen Träger lagern bereits dort. Es bedarf massiver Männerarbeit, um all das vorzubereiten und durchzuführen. Und es ist aufregend für den Künstler selbst und auch für alle Beteiligten. Einen Namen hat die Skulptur noch nicht. Nur ein Datum, wann sie enthüllt wird. Und das ist der 1. Mai 2018. Begleitet wird Schrader vom Kunstprojekt C30, einem Fachgremium von Eventmanagern und Kunsthistorikern, das die Kunstprojektierung und Kommunikation vornimmt.

Darüber hinaus stehen viele Haaner Unternehmen auch finanziell hinter dem Projekt, vor allem die benachbarte Firma Ostermann. Auch andere Firmen in der Nachbarschaft, so die Stahlwarenfabrik Credo, das Bauunternehmen Kullmann, der Statiker Graupel und viele andere. Aber auch das Jugendcafé ist im Boot, denn die Jugendlichen unterstützen den Künstler auf ihre Weise. Alle Sponsoren werden nach Fertigstellung mit Schildern rund um das Rasenbeet im Kreisverkehr genannt. Das Beton-Fundament, das die Stahlskulptur trägt, hat eine Größe von 180 x 120 cm und eine Tiefe von 120 cm. "Ich sage meiner Stahlskulptur eine Lebensdauer von 100 bis 150 Jahren voraus", sagt Schrader. . Er denkt über Farben wie anthrazit oder rot nach. Auf jeden Fall wird das Kunstwerk mit Unterstützung des Stromunternehmens Westnetz mit LED Strahlern ausgestattet. Bei Dunkelheit wird es dann in Farben ausgeleuchtet.

Schrader wünscht sich eine sogenannte Zeitkapsel, die in den Beton eingelassen wird und nachkommenden Generationen von der Stahlskulptur, vom Haan des beginnenden 21. Jahrhunderts und von den beteiligten Aktiven berichten soll - digital und handschriftlich.

(gund)
 
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