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Haan
Lob und Kritik für die Bürgermeisterin

Haan. Bürgermeisterin Bettina Warnecke (parteilos) ist seit gut einem Jahr im Amt. Zeit für eine erste Bilanz. Nach SPD, GAL und FDP kommen jetzt die anderen Fraktionen zu Wort.

"Die CDU Haan hat es richtig gemacht, als sie Bettina Warnecke aufstellte", sagt Unions-Vorsitzender Wolfram Lohmar in einer gemeinsamen Stellungnahme von Ortspartei und Ratsfraktion. "Bereits in ihrem ersten Jahr hat die neue Bürgermeisterin wesentliche Akzente für unsere Stadt gesetzt." Warnecke habe die Verwaltung modernisiert und professionalisiere die Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung. Mit einer neuen Stabstelle habe sie die Wirtschaftsförderung gestärkt. Lohmars Fazit: "Bettina Warnecke hat sich nach bereits einem Jahr harter Arbeit gut in ihr Amt eingefunden, sie bringt unsere Stadt voran - und das über Parteigrenzen hinweg."

Die AfD sei gespannt gewesen, wie Bettina Warnecke als Bürgermeisterin wohl agieren würde, sagt Fraktionsvorsitzender Ulrich Schwierzke: "Wir waren angenehm überrascht von ihrer souveränen Sitzungsleitung im Rat. Ihre schnelle Einarbeitung in die kommunalen Gegebenheiten ist beachtenswert." Der Umgang der Bürgermeisterin mit der AfD-Fraktion sei "vorurteilsfrei und offen", was leider nicht überall der Fall sei: "Wir wünschen der Bürgermeisterin für die künftige Arbeit viel Erfolg und werden sie weiterhin unterstützen."

"Gravierende Änderungen der teilweise erheblichen Probleme konnte die Bürgermeisterin nicht innerhalb eines Jahres leisten", sagt Robert Abel für die Unabhängige Wählergemeinschaft: "Aber sie hat wichtige Anstöße gegeben, die weiterverfolgt werden sollten." Warnecke sei bestrebt, dass Verhältnis von Rat zu Verwaltung, besonders die Kommunikation, zu verbessern. Mit ihrer freundlichen Art erreiche die Bürgermeisterin viele Menschen in Haan, glaubt Abel: "Dr. Warnecke ist auf einem guten Weg."

Als ihr Amtsvorgänger Knut vom Bovert einen Etat ohne Sparvorschläge vorlegte, habe Warnecke von "Führungsschwäche" gesprochen. Sie habe es am 26. Januar aber ebenso gemacht, halten Meike Lukat und Annegret Wahlers (WLH) der Bürgermeisterin vor. Bisher habe diese nur "eine Ideensammlung ohne ordentliche beschlussfähige Unterlagen" vorgelegt. Sie werfen Bettina Warnecke vor, die CDU zu begünstigen, weil sie es zugelassen habe, dass Anträge der CDU ohne Frist, Form, ordentliche Begründung und Beschlussvorlage auf die Tagesordnung genommen wurden. Das erste Amtsjahr der Bürgermeisterin lasse noch "sehr viel Luft nach oben", so die Bilanz der WLH: Abgesehen von zwei zusätzlichen Stabsstellen, einer Honorarkraft Kulturmanager sowie einem "ehrenamtlichen Wochenmarkt-Hahn alle 14 Tage mit Kinderlied" könne Bettina Warnecke in der Wirtschaftsförderung wenig vorweisen.

(cis)
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