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Haan
Modellprojekt nimmt Kinder stärker in den Blick

Haan. In der Grundschule Bollenberg hat sich eine Arbeitsgruppe zur seelischen Gesundheit dauerhaft etabliert.

Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Zeit in der Schule. Seit einigen Jahren beobachten Pädagogen immer häufiger Kinder, die für einen erfolgreichen Schulbesuch Unterstützung in ihrer Entwicklung benötigen. Wie können Kinder seelisch gesund erwachsen werden und was kann der Lebensraum Schule dazu beitragen? Wie können vor allem Kinder mit Unterstützungsbedarf frühzeitiger erkannt und individuell gefördert werden? Mit der Förderung der seelischen Gesundheit befasste sich die Gemeinschaftsgrundschule Bollenberg in Haan in dem zweijährigen Modellprojekt "Kinder in den Blick nehmen".

Die Ergebnisse der Arbeit und das große Engagement aller Beteiligten wurden jetzt in einem feierlichen Abschluss von Schulrätin Jeanette Völker und Claudia Schütz, Fachberatung Offener Ganztag der Arbeiterwohlfahrt Kreis Mettmann, gewürdigt. Landesschulpsychologin Karolina Urton und Gesundheitsförderin Anna Schiffer vom Kreisgesundheitsamt erarbeiteten mit der Schule das Konzept und begleiteten die Pädagogen bei der Umsetzung im Alltag. Alle Berufsgruppen der Ganztagsschule sind einbezogen. So beraten in regelmäßigen Förderkonferenzen Lehrkräfte, Erzieher, Sonder- und Sozialpädagogen umsetzbare Verhaltensziele für die Kinder und die Förderung im Unterricht. Fördergruppen wurden eingerichtet und die Zusammenarbeit mit der Schulpsychologie und dem Jugendamt ausgebaut.

"Der Blick auf die Kinder aus unterschiedlichen Perspektiven hilft, gemeinsame Antworten auf als schwierig empfundenes Verhalten zu finden", so Schulleiterin Edith Schlaack, die sich über die Entwicklung ihrer Schule besonders freut. In Weiterbildungen zu Achtsamkeit und Zeitmanagement stand auch die Gesundheit der Pädagogen im Fokus. Eine Arbeitsgruppe befasst sich zudem damit, wie mehr Bewegung in den Schulalltag integriert werden kann. Auch hier hat die Schule noch einiges vor. Von der Lott-Jonn-Initiative Kinder- und Jugendgesundheit des Kreisgesundheitsamtes wird diese Arbeit weiter fachlich unterstützt.

Initiator des Modellprojektes ist der Beirat Kinder- und Jugendgesundheit als ständige Arbeitsgruppe der Gesundheits- und Pflegekonferenz des Kreises. Wie auch andere Schulen von den guten Erfahrungen profitieren können und welche Unterstützungen angeboten werden kann, wird im Herbst entschieden.

Quelle: RP
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