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Haan
Nähmaschinen rattern in der Grundschule Unterhaan

Haan. 15 Mütter und Töchter nähen Kinderkleidung und Decken. Die Aktion soll in Kürze fortgesetzt werden. Von Gundel Seibel

In der Unterhaaner Gemeinschaftsgrundschule an der Steinkulle trafen sich am Sonntag 15 Frauen, um gemeinsam für Haaner Flüchtlinge zu nähen. Die Idee hatte Jakobine Linnenbrink, Lehrerin der Klasse 2 a dieser Schule. Begeistert aufgegriffen wurde die Initiative nicht nur von Schulleiterin Susanne Klinkow, sondern auch von Kolleginnen und Eltern. Wer nicht mit nähen wollte, leistete einen Beitrag zum Buffet, das dann schnell einladend und bunt war.

Bunt waren auch die mitgebrachten Stoffe, denn vor allem sollte für die Flüchtlingskinder genäht werden. Eingeladen waren auch Flüchtlingsfrauen, doch nur eine kam. Angemeldet hatten sich eigentlich mehr Frauen. Warme Wintersachen wurden hergestellt, Mützen, Kinderwagendecken aus Vlies oder auch Kissen, die dann mit Bastelwatte ausgestopft wurden.

Giulietta Demary, Mutter der neunjährigen Zwillingsschwestern Wanda und Greta aus der 4. Klasse der OGS Unterhaan hatte - wie alle anderen Hobby-Näherinnen - die eigene Nähmaschine mitgebracht. Die Mutter hatte eine E-Mail mit der Einladung zum gemeinsamen Nähen von der Klassenlehrerin erhalten. "Ich finde die Idee toll", sagte Demary.

Sofort nahm sie die bereitliegenden Schnittmuster zu Hand und versuchte sich an der ersten Babymütze. Die gelang auf Anhieb und sah wirklich niedlich aus. Auch Wanda und Greta halfen, indem sie die genähten Kissen mit Watte füllten.

Auch Franziska Möllers, die zehnjährige Schülerin der Emil-Barth-Realschule, begleitete ihre Mutter zur Veranstaltung in der OGS Unterhaan. Sie war schon sehr geschickt an der Nähmaschine und hatte sich eine Patchworkdecke mit Sternenmotiven vorgenommen. "In der Realschule haben wir kein Handarbeiten. Aber in der Grundschule habe wir genäht, gestrickt, gehäkelt und gefilzt", sagt die junge Hobby-Näherin.

Stolz konnten die Frauen am Nachmittag eine lange Reihe schön gestalteter Kindersachen präsentieren. Für die nächsten Wochen planen andere Haaner Frauen Strick- und Häkelnachmittage mit Flüchtlingsfrauen, berichtet Jakobine Linnenbrink.

Quelle: RP
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