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Haan
Naturschutz: Obstwiese in Grube 7 wurde eingezäunt

Haan. Immer wieder wurde die Obstwiese im südlichen Bereich der Grube 7 in Gruiten "anderweitig genutzt", wie es Sven Kübler von der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt Haan (AGNU) vorsichtig ausdrückt. Konkret nutzten Reiter die Wiese als Abkürzung, um von dort quer rüber in die Grube zu gelangen. Zudem haben Hundehalter ihre Tiere dort frei laufen lassen. Die Stadt hat reagiert und das Gebiet eingezäunt. "Das Einzäunen war notwendig", sagt Kübler. Denn die Ausweisung der Grube 7 als Naturschutzgebiet bedeute, dass die Natur Vorrang habe. Auch aus Sicherheitsgründen sei das Verlassen der Wege untersagt. "Es besteht weiterhin die Gefahr von Felsstürzen", weiß Kübler. Er appelliert für den Erhalt des besonderen Naturraums mit seltenen Pflanzen- und Tierarten. Hunde seien nur an der Leine zu führen, Hundekot müsse aufgesammelt werden, um das wertvolle Ökosystem zu schützen.

Über Jahrzehnte prägte die Kalkindustrie den Haaner Stadtteil Gruiten. Die Rheinkalk GmbH baute von 1899 bis 1966 in dem Gebiet Kalkstein ab. In dem Steinbruch arbeiteten zuletzt 250 Menschen. Nach der Ende des Abbaus entstand ein Grubensee. In dem Gebiet liegt jetzt die Grube 7, ein etwa 60 Hektar großes Naturschutzgebiet.

(höv)
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