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Haan
Neue Straßenlaternen: Haaner haben die Wahl

Haan: Neue Straßenlaternen: Haaner haben die Wahl
An der Niederbergischen Allee in Gruiten hat das RWE unterschiedliche Straßenlaternen installieren lassen FOTO: Olaf Staschik
Haan. Mit einer Musterstrecke präsentieren die RWE Leuchten, die womöglich flächendeckend in Gruiten aufgestellt werden. Von Alexandra Rüttgen

Wer bei Dunkelheit aufmerksam an der Niederbergischen Allee etwa in Höhe der Einfahrt zu Amada entlang spaziert, der entdeckt einen Gruß aus der Zukunft: Dort sind verschiedene Straßenlaternen aufgestellt, von denen eines dieser Modelle womöglich bald in ganz Gruiten Verbreitung finden könnte. Die RWE-Tochter Westnetz will mit dieser Musterstrecke, dem "LED-Lichtpfad", den Bürgern die Gelegenheit geben, die schönste Straßenlaterne zu bewerten.

"Es werden noch Schilder mit Nummern an die Laternen angebracht", erläutert eine Westnetz-Sprecherin auf RP-Anfrage. Im Internet können die Bürger dann ihre Bewertung abgeben. Voraussichtlich am 20. Oktober wird die Musterstrecke bei einem Pressetermin der Öffentlichkeit vorgestellt. Dann wird auch die Homepage zur Bewertung freigeschaltet sein.

Im Mai vergangenen Jahres unterzeichneten Vertreter des Stromkonzerns RWE und Bürgermeister Knut vom Bovert einen Vertrag, der für die darauf folgenden 20 Jahre die Verantwortlichkeiten für die Straßenbeleuchtung in Haan regelte. Ihm zufolge übernimmt die RWE in Gestalt ihres Tochterunternehmens Westnetz Wartung und Instandhaltung aller rund 3500 Straßenlaternen in Haan und Gruiten. Zuvor hatten die Stadtwerke die Straßenbeleuchtung in Gruiten von der Stadt Haan und die Straßenbeleuchtung in Haan von den RWE gekauft. Damit sind die Stadtwerke Eigentümerin des gesamten Netzes. Damals gab es zugleich ein Versprechen: Die RWE wollten in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken 2015 die vor allem noch in Gruiten stehenden, alten und umweltbelastenden Quecksilberdampf-Hochdrucklampen auswechseln und sie durch LED-Technik ersetzen.

Ein Austausch wurde bis jetzt indes nur punktuell und nicht flächendeckend vorgenommen. Warum? "Man kann nicht ganz Gruiten auf einmal sanieren. Dort, wo etwas geändert werden muss, erfolgt ein Austausch. In Neubaugebieten wie Hasenhaus wird die LED-Technik von Anfang an eingebaut", sagt Helga Frehoff von der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Haan.

Trotz des Verkaufs der Straßenbeleuchtung hat die Stadt immer noch ein Wörtchen mitzureden, da sie im Zuge der Verkehrssicherungspflicht auch eine Straßenbeleuchtungspflicht hat. Daher muss die den Stromverbrauch der Laternen sowie die Reparaturen laut Frehoff nach wie vor bezahlen. Änderungen an der Straßenbeleuchtung kann Westnetz nur in Absprache mit Stadtwerken und Stadtverwaltung vornehmen. Nun aber überlegt die 100-prozentige RWE-Tochter Westnetz jedoch offenbar den großen Wurf: "Die RWE wird in Gruiten die Straßenbeleuchtung ändern", sagt die Westnetz-Sprecherin. Mehr will sie im Vorgriff auf die Präsentation in einigen Wochen noch nicht verraten. Gucken können die Gruitener aber jetzt schon mal - vielleicht ist unter den an der Niederbergischen Allee installierten Straßenlaternen ja schon ein Favorit.

Quelle: RP
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