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Haan
Noll und Warnecke sprechen über Flüchtlingspolitik

Haan. 460 Asylsuchende leben derzeit in Haan, darüber hinaus weitere 130 in der Landes-Notunterkunft Sporthalle Adlerstraße - ein Ende des Zuzugs ist nicht in Sicht. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll ist Haanerin. Sie diskutierte mit Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke über Flüchtlingspolitik.

"Mich erreichen täglich Schreiben und Anrufe von besorgten Bürgern aus meinem Wahlkreis", berichtet Noll: "Besonders nach den Angriffen in der Silvesternacht in Köln hat sich die Stimmung dramatisch verschlechtert. Das bereitet mir Sorgen." Wichtig ist Noll, dass nicht alle Flüchtlinge in einen Topf geworfen werden dürfen: "Einen Generalverdacht für Flüchtlinge darf es nicht geben. Allerdings dürfen wir vor gewaltbereiten Ausländern, die ihr Gastrecht verwirkt haben, nicht die Augen verschließen. Hier muss schleunigst gehandelt werden." Dem stimmte auch Warnecke zu: "Wir müssen denjenigen helfen, die wirklich hilfsbedürftig sind. Das heißt zunächst eine menschenwürdige Unterkunft. Das heißt aber auch, für die Menschen, die bei uns bleiben, sie so gut wie möglich in unsere Gesellschaft zu integrieren." Beide Politikerinnen danken den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfern in der Flüchtlingshilfe. Sie seien eine wichtige gesellschaftliche Stütze.

Der CDU-Kreisverband Mettmann hat sich beim CDU-Bundesparteitag für ein "Integrationsverpflichtungsgesetz" stark gemacht. In dem Antrag steht: "Jeder Mensch hat in Deutschland die Freiheit und das Recht, seine kulturelle Identität zu pflegen. Wir erwarten auch von den Schutzbedürftigen, dass sie sich an unser Grundgesetz und unsere Gesetze halten sowie unsere Werte respektieren."

(cis)
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