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Haan
Polnische Mütze: Der Umbau beginnt

Haan: Polnische Mütze: Der Umbau beginnt
Projektleiter Klaus Bittermann steht mit den Plänen an der Stelle, wo später die Lärmschutzwand neben der Gräfrather Straße stehen wird. FOTO: Staschik, Olaf
Haan. Erst werden die Versorgungsleitungen verlegt. Der eigentliche Umbau der Kreuzung erfolgt ab Beginn nächsten Jahres. Von Alexandra Rüttgen

An der Kreuzung "Polnische Mütze" tut sich was. Störende Büsche und Bäume wurden gefällt, erste Ausschachtungsarbeiten haben begonnen: "Ab sofort sieht der Bürger von außen Aktivität." Das sagten gestern Engin Alparslan, Technischer Dezernent der Stadt Haan, Guido Mering, Leiter des Tiefbauamts, sowie Projektleiter Klaus Bittermann in einem Pressegespräch. Damit startet mit zwei Jahren Bauzeit und einem Investitionsvolumen von fast zehn Millionen Euro das größte Haaner Straßenbauprojekt seit Jahren.

Was passiert jetzt? Stadtwerke und Telekom verlegen südlich von Gruitener und Gräfrather Straße Versorgungsleitungen. Diese Arbeiten werden den Verkehr noch nicht behindern, da die Schächte neben den Fahrbahnen gegraben werden - dort, wo später die erweiterten Straßen beziehungsweise der Anliegerweg zur Wohnhäusern an der Gräf-rather Straße liegen werden. Diese Arbeiten nehmen voraussichtlich 100 Arbeitstage in Anspruch.

Wie geht's weiter? Voraussichtlich im Herbst dieses Jahres wird das Regenrückhaltebecken vergrößert, das südlich der A 46 und östlich der Elberfelder Straße liegt. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich ein halbes Jahr. Die eigentlichen Straßenbauarbeiten werden erst mit Beginn des Jahres 2016 starten. Allein diese Arbeiten sollen rund anderthalb Jahre dauern. Der Termin für den geplanten Umbau der Autobahnrampen Nord und Süd zur A 46 steht noch nicht fest. In dieser Hinsicht könne auch die ausführende Bauunternehmung noch ein Wörtchen mitreden, die zurzeit per Ausschreibung gesucht wird. "Wir wollen ihnen in der Bauplanung Freiheit lassen", sagte Mering. So sei es möglich, die Kreuzung "Polnische Mütze" und die Südrampe gleichzeitig zu erweitern. "Wenn eine Bauunternehmung uns sagt, wir haben die Kapazitäten dazu, dann nehmen wir das gerne an", sagen die Experten.

Wie viel kostet das Projekt? Fast zehn Millionen Euro inklusive Grunderwerb. Allerdings trägt die Stadt Haan daran mit schätzungsweise 400 000 Euro nur einen kleinen Anteil, denn den Großteil der Kosten übernimmt das Land. Die Stadt hat für den Umbau lediglich die Projektleitung übernommen.

Hat sich die Stadt mit den Anwohnern einigen können? Offenbar ja. Alle zur Verbreiterung der Gräfrather Straße nötigen Grundstücke sind gekauft. Eine vier Meter hohe Lärmschutzwand - der obere Meter ist aus Glas und lässt Licht durch - sowie ein dahinter liegender Anliegerweg sind ihnen zugesichert. Diesen Anliegerweg können auch Radfahrer und Fußgänger nutzen. Lärmschutzfenster und Lüftungen werden in die Häuser der Anwohner nach Ende der Straßenarbeiten eingebaut, sagte Mering.

Quelle: RP
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