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Haan
Senioren-Netzwerk Haan stößt auf gute Zukunft an

Haan: Senioren-Netzwerk Haan stößt auf gute Zukunft an
Das Seniorennetzwerk Wir sind Haan feierte sein fünfjähriges Bestehen: Gisela Spöringer und Wolf Liefert stoßen an auf das Jubiläum an. FOTO: Staschik
Haan. Ausgiebig feierten die Haaner Senioren-Netzwerker "Wir sind Haan" im CVJM-Saal ihr fünfjähriges Bestehen. Etwa 200 Haaner waren gekommen, um einen kurzweiligen und liebevoll gestalteten Festabend zu verbringen, selbstverständlich alles in Eigenregie. Von Gundel Seibel

Endlos viele Tische und Stühle mussten vor Beginn herbeigeschleppt werden, denn diese große Besucherzahl war nicht vorhergesehen worden. "Hat jetzt jeder einen Platz gefunden?" fragte etwas später Ute Melchior-Giovannini. Das Ehepaar Kurt-Eugen Melchior und seine Frau Ute sind Motor, Herz und Verstand des Haaner Netzwerks. Und das vom ersten Tag an. Der pensionierte Vohwinkeler Pfarrer und seine Frau, die ehemalige Gehörlosen-Lehrerin, sprangen vor fünf Jahren in die Bresche, als es bei der evangelischen Kirchengemeinde hieß: "Wir sollten etwas für die Senioren in Haan tun". Die Erfolgsidee: Nichts wird den Senioren angeboten. Sie müssen und dürfen selbst die Initiative ergreifen. Nach fünf Jahren gibt es inzwischen mehrere Fahrrad-Gruppen. Bernhard Gross kann das schon lange nicht mehr alleine stemmen. Die dritte Foto-Gruppe entsteht gerade. Es wird gebastelt, gekocht, geklönt und Boule gespielt. Nicht zuletzt finden im Sommer regelmäßig Tagesausflüge statt. Und einmal im Jahr organisiert Edeltraud Kratz eine mehrtägige Kulturreise. Herbert Geimer ist Wanderführer für monatliche 12 bis 14 km lange Routen rund um Haan.

Am Anfang haben die Melchiors die Programm-Flyer noch selbst kopiert. Inzwischen werden an die 1000 Faltblätter gedruckt und an 700 Netzwerker verteilt sowie an diversen Stellen hinterlegt.

Die Senioren haben inzwischen entweder neue Hobbys, alte aufgefrischt, neue Freundschaften geknüpft und alte wiederbelebt. Alle diese Aktivitäten finden statt unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde, die Räume zur Verfügung stellt und den Netzwerkern im Hintergrund den Rücken frei hält. Pfarrer Christian Dörr, Vorsitzender des Presbyteriums verglich die sprunghafte Entwicklung von "Wir sind Haan" mit dem Anstieg der High-Speed-Geschwindigkeit im World-Wide-Web. Vizebürgermeister Klaus Mentrop übermittelte Glückwünsche von Rat und Verwaltung. Es war sein erster Berührungspunkt "Wir sind Haan". Eingeladen hatten die Melchiors ihre Freunde aus Wuppertal, das Ehepaar Gisela und Klaus Spöringer. Die sangen mit Gitarrenbegleitung liebevoll ausgesuchte Lieder mit Themen wie "Ich hab doch noch so viel Zeit" bis "Liebe ist mollig". Der Bandleader Peter Weisheit unterhielt die Fangemeinde einfühlsam mit den richtigen Schlagern zur rechten Zeit.

Das Seniorennetzwerk erhält zukünftig Rückhalt vom neu gegründeten Förderverein, mit dessen Hilfe die Aktivitäten klarer strukturiert werden sollen. An der Netzwerk-Idee jedoch ändere sich dadurch nichts, verspricht Ute Melchior-Giovannini.

Quelle: RP
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