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Haan
So geht's weiter mit der B228

Haan: So geht's weiter mit der B228
So könnte die Bahnhofstraße aussehen, wenn ein Fahrradstreifen einbezogen würde. Rund 26 Parkplätze am nördlichen Fahrbahnrand fielen dann ersatzlos weg. Der verbleibende Parkstreifen im Süden wäre gerade mal zwei Meter breit. FOTO: dpa-Infografik
Haan. Ende vergangener Woche, so hieß es zuletzt, sollten die Bauarbeiten an der B228 beendet sein. Doch es müssen noch ein paar Tage drangehängt werden. Von Alexandra Rüttgen

Die über Monate anhaltenden Bauarbeiten an der B 228 haben bald ein Ende: In den vergangenen Tagen haben Bauarbeiter auf dem Abschnitt Bahnhofstraße die Fahrbahndecke aufgetragen. Jetzt sind nur noch wenige Handgriffe zu erledigen. Das berichtet Thorsten Fischer vom Tiefbauamt.

Was passiert nun? Zwei Mittelinseln müssen noch montiert, eine vorläufige Fahrbahnmarkierung muss aufgebracht werden.

Wird mit der Fahrbahnmarkierung auch schon der umstrittene Fahrradschutzstreifen aufgemalt? Nein. "Wir bringen die vorläufige Markierung erst einmal ohne den geplanten Schutzstreifen auf", sagt Fischer. Erst, wenn der Verkehrsausschuss das Thema am 14. Juni noch einmal diskutiert und der Landesbetrieb Straßenbau NRW grünes Licht gegeben hat, wird eine endgültige Markierung aufgebracht - wie auch immer sie aussieht. Dauerhaft wird die Fahrbahn allerdings schon zwischen Turn- und Martin-Luther-Straße bemalt. Dort ist sie unstrittig.

Wann sind die jetzigen Arbeiten beendet? Fischer: "Sie sollten Ende der Woche abgeschlossen sein." Für die endgültigen Fahrbahnmarkierungen müssen die Arbeiter aber noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt anrücken. "Das geht im laufenden Verkehr. Dafür wird es keine Vollsperrung mehr geben", verspricht Fischer.

Warum löst sich schon wieder die Fahrbahnmarkierung an der frisch sanierten Allee- und Kaiserstraße ab? Auch sie ist nur eine vorläufige Markierung. "Die Fahrbahndecke ölt immer noch etwas aus, daher wird mit den endgültigen Arbeiten gewartet", sagt Fischer. Die Arbeiter erledigen das dann in einem Aufwasch mit der Bahnhofstraße.

Was sagt der Landesbetrieb Straßenbau NRW zur Diskussion um den geplanten Fahrradschutzstreifen? "Von unserem Hause aus spricht nichts dagegen", sagt Projektleiter Dietmar Giesen. Da mit der dauerhaften Markierung ohnehin gewartet wird, bis die Fahrbahnen nicht mehr ausdünsten, bleibe noch etwas Zeit, eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Würde der Landesbetrieb einem Schutzstreifen zustimmen? Wird auf der B 228 tatsächlich ein Fahrradschutzstreifen von 1,75 Metern Breite eingerichtet, so fallen nicht nur die Parkplätze auf der nördlichen Straßenseite weg - wogegen zurzeit der Einzelhandel protestiert. Es verringern sich auch die beiden Fahrbahnen für Autos auf eine Breite von jeweils 3,10 Metern. Fast schon zu schmal, weiß Thorsten Fischer vom Haaner Tiefbauamt: "Gewünscht sind vom Landesbetrieb Straßen eigentlich jeweils 3,25 Meter Breite." Auch der geplante Parkstreifen am südlichen Fahrbahnrand von zwei Metern Breite ist für moderne Fahrzeuge knapp. "Das ist alles sehr eng. An der Dieker Straße plane ich mit 2,20 Meter breiten Plätzen", sagt Fischer. "Die Frage ist, ob der Landesbetrieb Straßenbau das so akzeptiert."

Auch an der Düsseldorfer Straße/Ecke Leichlinger Straße wird zurzeit gebaut, die B 228 ist auf eine Fahrbahn verengt. Geht dort die Sanierung der B 228 weiter? Nein, die ist mit dem Bauabschnitt Bahnhofstraße beendet. An der Kreuzung im Ortseingang bereiten die Stadtwerke zurzeit Leitungen vor, die das dort neu entstehende Wohngebiet nebst Baumarkt erschließen sollen.

Quelle: RP
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