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Haan
Sparkasse darf Jahresgewinn 2016 behalten

Haan. Genau 656.245,43 Euro erzielte die Stadt-Sparkasse Haan im Geschäftsjahr 2016 als Überschuss. Dieses Geld darf sie jetzt ihrer Sicherheitsrücklage zuführen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Stadtrat am Dienstag mit Mehrheit. Der Antrag der SPD-Fraktion, 200.000 Euro an die Stadt abzuführen, wurde mit 16 Ja-, 22 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt.

Damit bestätigte der Stadtrat den Beschluss des Sparkassen-Verwaltungsrates. Im Haupt- und Finanzausschuss hatte Verwaltungsratsvorsitzender Rainer Wetterau (CDU) erklärt, Geldinstitut müssten eine Eigenkapitalquote erfüllen. Die Stadt-Sparkasse Haan gehöre zu den 31 Instituten, die in dieser Hinsicht besser aufgestellt sein könnten. Wetterau betonte, die Sparkasse wollte Firmen mit Krediten versorgen, sei ein guter Gewerbesteuerzahler und Förderer von Kultur.

Im Stadtrat erläuterte Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Udo Vierdag, dass seit der Finanzmarktkrise eine verschärfte Regulatorik im Bankensektor zu deutlich steigenden Eigenkapitalforderungen geführt habe. "Hiervon ist jede Kreditvergabe betroffen, was dynamisch wachsende Institute wie die Stadt-Sparkasse Haan besonders trifft", heißt es in einem Schreiben Vierdags an die Bürgermeisterin. Anders als Privatbanken, die die erforderliche Kapitalerhöhung durch die Eigentümer herbeiführen könnten, müssen Sparkassen das Eigenkapital selbst verdienen. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung habe Vierdag auch Zahlen zu der Thematik genannt, berichtete Bürgermeisterin Bettina Warnecke gestern im Nachgang zur Ratssitzung.

Im Hauptausschuss hatte GAL-Ratsherr Jochen Sack beantragt, die Sparkasse möge die Hälfte ihres Gewinns an die Stadt abführen - als Konsolidierungsleistung für die Stadtfinanzen. Bernd Stracke (SPD) hatte dem im Prinzip beigepflichtet: "Wir kämpfen redlich darum, nicht in den Nothaushalt zu kommen."

(-dts)
 
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