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Haan
"Spielwut" zeigt Theaterstück mit Tiefgang

Haan. Das Gruitener Ensemble "Spielwut" unter der Leitung von Ulrike Czermak zeigt nun seine mittlerweile siebte Produktion: "Hotel zu den zwei Welten" von Eric-Emmanuel Schmitt. Die Geschichte: Sportjournalist Julien findet sich nach einer rasanten Autofahrt unter Alkohol plötzlich in einer Eingangshalle eines Hotels wieder, inmitten einer "geschlossenen Gesellschaft", bestehend aus einer esoterischen Magierin, einer resoluten Putzfrau, einer gestressten Managerin, eines arroganten Präsidenten und einer warmherzigen Nostalgikerin.

Menschen, die im wirklichen Leben nie aufeinander getroffen wären, bilden nun einen gesellschaftlichen Mikrokosmos. In diesem Hotel wird miteinander über das Leben debattiert. Oder ist es vielleicht gar kein Hotel, sondern eine Klinik für Unfallopfer? Die Doktoren, die immer wieder zu einer eiligen Visite vorbeischauen, wirken auf Julien wenig freundlich. Und dann kommt mit Laura ein neuer Gast an.

In seinem Theaterstück "Hotel zu den zwei Welten" verhandelt der französische Autor und Philosoph Eric-Emmanuel Schmitt die großen Menschheitsfragen mit Tiefgang, Humor und Poesie. Es geht ums Leben - um nicht mehr und nicht weniger. Die Charaktere aus dem Hotel polarisieren stark. Aus ihrem Verhalten kann das Publikum Rückschlüsse auf und für sich selbst ziehen - die Frage lautet immer wieder: Identifiziere ich mich mit dieser Person oder kann ich nichts mit ihr anfangen?

Die Premiere fand Mitte April im Haaner CVJM-Saal statt. Eine Aufführung gab es in der Wuppertaler Färberei. Weitere Vorstellungen sind am Freitag, 20. Mai, 19.30 Uhr, in der Christengemeinschaft, Meckelstraße 2, Wuppertal, und am Samstag, 21. Mai, 19.30 Uhr, in der Freien Waldorfschule, Prälat-Marschall-Straße 34, Haan-Gruiten.

(arue)
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