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Haan
Stadt sichert Musikschul-Zukunft und strukturiert Kulturangebot neu

Haan. Die Zukunft der Musikschule Haan in ihrer jetzigen Form scheint fürs erste gesichert. Wie im Bildungsausschuss am Mittwochabend bekannt wurde, hatte die Stadtverwaltung überlegt, den Mietvertrag zwischen Stadt und Trägerverein der Musikschule zu Ende dieses Jahres zu kündigen und neu auszuformulieren. Hintergrund ist die räumliche Enge der Offenen Ganztagsgrundschule Mittelhaan, die sich das neu errichtete Gebäude mit der Musikschule teilt. Wie Schuldezernentin Dagmar Formella dem Bildungsausschuss mitteilte, nimmt die Verwaltung von ihren Überlegungen nun Abstand, weil sich nach Gesprächen mit der Grundschule Bollenberg eine "neue Sachlage" ergeben habe. Ein weiteres Gespräch am 22. Juni soll klären, ob und inwiefern eine "Kooperation mit Bollenberg möglich ist". Der Mietvertrag wird sich erneut um ein Jahr verlängern, auch der finanzielle Zuschuss soll angepasst werden. Das kündigte Formella ebenfalls an. Mit diesem Thema wird sich vor der Sommerpause der Hauptausschuss beschäftigen. Von Alexandra Rüttgen

Geprüft werden soll auch, ob das Musikschulgebäude ("Dieker Carré") künftig stärker als bisher für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden kann. Dazu passt, dass die mittlerweile auch für die Kultur in Haan zuständige Wirtschaftsförderung zurzeit nach alternativen Veranstaltungsstandorten für die Aula des Gymnasiums sucht, das bekanntlich neu gebaut wird. Wie Wirtschaftsförderer Elmar Jünemann berichtete, haben sich beispielsweise Industriebetriebe, Autohäuser und Großhandelsbetriebe bereit erklärt, ihre Showrooms oder andere Räume zur Verfügung zu stellen. Auch die Marktpassage oder der Sparkassenvorplatz sollen bespielt werden. Der Park Ville d'Eu käme beispielsweise für ein Kammermusik-Konzert in Betracht. Das sagte Event-Manager und Musiker Klaus Eisner, der die Stadt Haan in Sachen Kultur unterstützt.

Zugleich wird das Haaner Kulturprogramm überarbeitet, um künftig ein größeres Publikum zu erreichen. Bittere Erfahrung aus jüngster Vergangenheit: Bei der Aufführung der Revue "Merci Cherie" im März war von 450 verfügbaren Plätzen gerade mal die Hälfte belegt. "Wir wollen da ganz klar angreifen", so Jünemann. Veranstaltungen sind in Planung. Vielversprechend klingt dabei die neue Reihe "Wirtschaft.Kultur.Klassik", die mit neuen Formaten an ungewöhnlichen Orten - zum Beispiel einem Kirschblütenfest bei der Firma Amada - eine große Zielgruppe erreichen will.

Elke Zerhusen-Elker (GAL) teilte dem Ausschuss mit, dass der Bücherschrank auf dem Neuer Markt nach der Kirmes errichtet wird.

Quelle: RP
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