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Haan
Stadt will "Kulturrucksack" für Jugend neu schnüren

Haan. Nach einer eher verhaltenen Resonanz im vergangenen Jahr wird das Projekt nun auf neue Beine gestellt. Von Alexandra Rüttgen

"Kulturrucksack": Dieses Projekt soll eigentlich ein ganzes Paket an Kultur-Angeboten für Jugendliche beinhalten. Tanz- und Theater-Workshops, Foto-Seminare oder Capoeira-Kurse, Live-Hörspiele oder Backstage-Touren standen 2014 auf dem Programm. Angesprochen waren Zehn- bis 14-Jährige. Doch im vergangenen Jahr war ihre Resonanz darauf eher verhalten - und das, obwohl sowohl in Haan, als auch in Hilden die Jugendparlamente eingeschaltet waren und sich am Auswahlprozess der Veranstaltungen beteiligt hatten.

Das soll im kommenden Jahr anders sein: Die Förderung des Projekts "Kulturrucksack NRW" wurde vom Land jetzt bis ins Jahr 2018 hinein verlängert. Die Koordinierung hat der städtische Jugendreferent Peter Burek übernommen. Sein Ziel: "Wir werden keine Maßnahmen bewilligen, die blind vorgestellt werden, und zu denen doch keiner kommt." Das heißt, es können nur noch diejenigen Projekte realisiert und über Mittel des "Kulturrucksacks" unterstützt werden, die eine genügend große Anmeldezahl vorweisen können. Nachhaltig sollen die Veranstaltungen außerdem noch sein: Was sich 2016 als erfolgreich herausstellt, kann auch bis 2018 noch weiterlaufen.

Die Angebote sollen dabei von freien Trägern wie der Musikschule, dem Jugendhaus, dem CVJM, "Go Fishing" oder anderen kommen. Eine entsprechende Einladung zur Beteiligung an dem Projekt hat Burek schon verschickt. Die Musikschule Haan habe bereits Interesse signalisiert, berichtet Burek. Es sind aber auch Angebote in den Bereichen Bildende Kunst, Foto, Film, Neue Medien, Literatur, Museum, Musik, Tanz und Theater möglich - und das übers ganze Jahr hinweg. Also können auch Ferienaktionen gefördert werden. Über das Landesprogramm gibt es 4,40 Euro pro Kind, alle Angebote sollen in der Freizeit stattfinden.

Das Projekt organisieren wie schon im Vorjahr die Städte Haan und Hilden gemeinsam. Auch in Hilden kümmert sich mit Catharina Giesler eine Mitarbeiterin der städtischen Jugendförderung um das Projekt. Auch sie ist zurzeit dabei, in Abstimmung mit Peter Burek neue Angebote aufzustellen, berichtet Hildens Kulturamtsleiterin Monika Doerr. In beiden Städten müssen die Vorschläge bis zum 18. Februar 2016 eingegangen sein. Kontakt in Haan: peter.burek@stadt-haan.de.

Quelle: RP
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