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Haan-Gruiten
Stolperstein für Max Kramer ist in Gruiten verschwunden

Haan-Gruiten. Mit rund 50.000 "Stolpersteinen" in ganz Deutschland hat der Künstler Gunter Demnig an vergessene Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Auch in Gruiten auf der Fliederstraße wurde ein Stolperstein für Max Kramer verlegt. Der Kommunist (35) bezahlte seinen Widerstand gegen die Nazis mit dem Leben. Der Vater von zwei Töchtern wurde in der Nacht zum 26. Juli 1933 von der SA aus seiner Wohnung in Gruiten geholt und später als "unbekannter Toter" erschlagen auf einer Straße in Wuppertal gefunden.

Sein Stolperstein ist verschwunden und durch einen gewöhnlichen Pflasterstein ersetzt worden, berichtet Paul Zimmermann, Schriftführer des Bergischen Geschichtsvereins Haan. Er ist der Sache nachgegangen und schaltete die Gruitener Politiker Jens Niklaus (SPD) und Jens Lemke (CDU) sowie Lothar Weller (Gruitener Archive) und Stadtarchivarin Birgit Markley ein. "Bei der Haaner Verwaltung weiß niemand etwas über den Verbleib", berichtet Zimmermann von seinen Recherchen: "Und so zeichnet sich immer stärker der Verdacht ab, dass der Stein gestohlen wurde."

Ein Metalldiebstahl scheint auszuscheiden: Ein Metalldieb hätte sich wohl kaum die Mühe gemacht, das Loch anschließend mit einen normalen Pflasterstein sorgsam zu verschließen. Vielleicht können die RP-Leser helfen: Wer weiß, wo der Stolperstein für Max Kramer geblieben ist? Hinweise bitte an die RP-Redaktion. Telefon 02103 95911. E-Mail hilden@rheinische-post.de oder facebook.com/rp.hilden

(cis)
 
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