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Haan
Student hilft bei der Bürgervereins-Arbeit

Haan: Student hilft bei der Bürgervereins-Arbeit
Gero Büskens studiert in Frankfurt. Seine Eltern leben in Gruiten. Zwei Monate lang arbeitete der 25-Jährige beim Bürger- und Verkehrsverein und hat im Praktikum den Stellenwert des Ehrenamts in unserer Gesellschaft kennengelernt. FOTO: ola
Haan. Der angehende Ethnologe Gero Büskens unterstützte als Praktikant den Aufbau der Flüchtlingsbetreuung in Gruiten. Von Gundel Seibel

Der 25-jährige Student Gero Büskens hat sich den Bürger- und Verkehrsverein Gruiten (BVV) als Studienobjekt für sein Praktikum und seine Recherchen über das Thema "Flüchtlingsstrom nach Deutschland" ausgesucht. Seine Eltern leben in Gruiten - daher war die Verbindung zum BVV schnell hergestellt. Das einjährige Praktikum von Gero Büskens neigt sich nun dem Ende zu. Das Resumée: "Ich bin voll des Lobes über die qualifizierte und strukturierte Arbeit im BVV-Vorstand, insbesondere im Blick auf die Flüchtlingsarbeit in Gruiten", sagt Büskens. Zudem, so sagt er, sei Vereinsvorsitzender Wolfgang Stötzner ein guter Lehrer. Der Umgangston bei den Vorstandstreffen sei freundlich, gar freundschaftlich. Und es werde gute Arbeit geleistet.

Bei der Vorbereitung auf die Flüchtlingsaufnahme in Gruiten, die neben den hauptamtlich Verantwortlichen der Stadt Haan und der Träger auch vom BVV begleitet wird, ist die Vernetzung in Gruiten vorbildlich. Das sei maßgeblich der ehrenamtlichen Begleitung von Frauke Heiden-Ziegert im BVV-Vorstand zu danken, meint Gero Büskens. Mit Hilfe des professionellen Managements konnte die ehrenamtliche Arbeit gut strukturiert werden. Tatsächlich haben sich in Gruiten 139 Personen in die vom BVV vorbereiteten Listen zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit eingetragen. Bei einer Vollbelegung der Gruitener Wohnheime käme damit etwa ein Ehrenamtler auf zwei Flüchtlinge. Die umfangreichen Listen für die Auswertungen der Angebote hat der Student erstellt. Darüber hinaus hat er Projekte vorgeschlagen.

"Wir werden in Kontakt bleiben", sagt BVV-Vorsitzender Wolfgang Stötzner zu diesen Zukunfts-Aktionen. Und zu der Arbeit des Praktikanten: "Er hat uns bei unserer fokussierten Arbeit auf die Integration der Flüchtlinge sehr unterstützt. Und er hat weitere Aspekte über dieses Thema gut vermittelt".

Gero Büskens studiert Ethnologie in Frankfurt. Seine Bachelor-Arbeit wird gerade vorbereitet. Zum Master-Abschluss benötigt er noch weitere vier Semester. Es könne durchaus sein, dass er dazu noch ins Ausland geht. Im Fokus stehen Nordamerika, Japan oder China. "Es hat mich immer schon interessiert, wie Menschen leben", sagt der Student. Der logische Schritt für ihn war die Wahl: Ethnologie. Und die Uni Frankfurt sei eben eine besonders gute Adresse für dieses Studienfach.

Von seinen Erkenntnissen beim BVV-Praktikum werde seine Bachelor-Arbeit ganz sicher beeinflusst, sagt Büskens. "Die Thematik Ehrenamt leuchtet für mich", sagt er. Er habe vor Beginn dieses Praktikums nicht gewusst, welche große Bedeutung das Ehrenamt für die Gesellschaft hat.

Und was macht ein Ethnologie-Student, wenn er Freizeit hat? Er fährt Motorrad und er frönt der Unterhaltungs-Elektronik. So liebt er zum Beispiel das Mittelalter-Phantasy-Spiel Dark Soul 3. Gruiten als Heimatort? "Die meisten jungen Leute sehen das positiv. Wenn sie in die Welt hinausziehen, möchten viele ab 30 oder so zurückkommen, um hier eine Familie zu gründen", meint der Frankfurter Student.

Quelle: RP
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