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Haan
Technologiepark erhält neue Straße

Haan: Technologiepark erhält neue Straße
Blick über das Amada-Gebäude auf die (braunen) Ackerflächen, die demnächst Gewerbebauten tragen sollen. Etwa vom Gebäude ganz rechts folgt die Niederbergische Allee dem Ackerverlauf und trifft hinter der Siedlung Windfoche (im Hintergrund) auf den Kreisverkehr mit der Millrather und Gruitener Straße sowie der K20n. FOTO: Tinter
Haan. Noch in diesem Jahr soll der Bau der Verbindung zwischen Niederbergischer Allee und Kreisverkehr beginnen. Von Ralf Geraedts

Noch harrt der Oberhaaner Verkehrsknoten Polnische Mütze seiner Vollendung, da steht schon das nächste Straßenbau-Millionenprojekt an - die Erschließung für den zweiten Bauabschnitt des Technologieparks Haan. Rund 700 Meter lang wird die Verbindung zwischen der heute am Kriekhausenweg endenden Niederbergischen Allee und dem Kreisverkehr Millrather/Gruitener Straße/K20n sein. Hinzu kommen die Stichstraßen zu den Gewerbegrundstücken.

Die Niederbergische Allee umschließt den Technologiepark südlich. Mit dem Bau der rechten Hälfte wird in einigen Monaten begonnen. FOTO: Stadt Haan

Die Planung liegt fertig in der Schublade. Die Arbeiten könnten ausgeschrieben werden, sobald die Finanzmittel aus dem Haushaltsplan freigegeben seien. Das sei wegen der Urlaubszeit noch nicht passiert, sagte Klaus Bittermann vom Tiefbauamt im Gespräch mit der Rheinischen Post. "Da fehlen noch ein paar Unterschriften." Er sei aber optimistisch, dass die Arbeiten noch im Herbst starten könnten.

"Wir werden 20.000 Kubikmeter Erde bewegen, wollen aber aber möglichst nichts zur Deponie fahren", umreißt Bittermann eine Besonderheit. Vielmehr werde der Boden zunächst abgeschoben, gelagert, mit speziellen Stoffen aufbereitet und danach wieder eingebaut. Das hält die Kosten im Rahmen. Zunächst heben die Baumaschinen Gräben aus für die Kanalleitungen, die später Niederschlags- und Schmutzwasser von den Firmen- und Verkehrsflächen zu den vorhandenen Rückhaltebecken unterhalb des 1. Bauabschnittes transportiert.

Um auch die durch die Kanalisation "verdrängte" Erdmenge unterzubringen, soll das Straßenniveau geringfügig angehoben werden. Die Straße selbst wird im Endausbau genauso aussehen wie die im Sommer 2016 fertiggestellte Niederbergische Allee, mit zwei Fahrspuren, Parkstreifen, einseitigem Gehweg. Allerdings werden bis dahin mehrere Jahre ins Land gehen, in denen das Straßenstück als Baustraße besteht. Bittermann sprach von zwei bis fünf Jahren. Das rund 150.000 Quadratmeter große Areal soll in Parzellen ab 10.000 Quadratmeter Größe vermarktet werden. Vor den Sommerferien noch hatte der Stadtrat einem ersten Grundstücksgeschäft zugestimmt.

Unlängst waren Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes auf der künftigen Straßentrasse aktiv. Mit Bohrmaschinen sondierten sie den Untergrund des Geländes. Es habe aber keinen Fund gegeben, wusste Klaus Bittermann.

Auf rund 3,3 Millionen Euro werden die Kosten für die neue Straße geschätzt, die später dazu beitragen soll, die Millrather Straße vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Ab Beginn der Bauzeit soll der Wirtschaftsweg vom Birkensauna-Parkplatz nach Kriekhausen nicht mehr befahren werden können. Anwohner aus der Hofschaft werden dann nur noch über die Niederbergische Allee zu ihren Häusern fahren können.

Die Bauzeit für die Straße ist nicht sehr knapp kalkuliert. Denn das Gelände birgt Risiken. Der Boden ist sehr lehmhaltig. Sollte es länger regnen, "können wir da nicht arbeiten", weiß Bittermann. Ein trockener, kalter Winter sei da weniger problematisch. Eine Fertigstellung bis längstens März 2019 erscheint aktuell realistisch.

Quelle: RP
 
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