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Haan
Tempo 30 bleibt in der Diskussion

Haan. Im Tempo-30-Streit erreichen uns weitere Meinungen. Hier ist ein Auszug.

Volker Ziess: Tempo 30 auf der B228 - ein weiterer Schritt auf dem Weg, die schlechten Verkehrsverhältnisse in Haan noch schlechter zu machen! Bei Tempo 30 werden viele Autos in einem niedrigeren Gang gefahren, der mehr Lärm erzeugt, dafür aber länger anhält, weil die Durchfahrt durch die Stadt fast doppelt so lang ist als bei Tempo 50. Die beabsichtigte Lärmminderung darf also bezweifelt werden. Alternativen zur B228 gibt es auch nicht, denn der Strang Nord-, Feld-, Dieker und Flurstraße ist auch am Ende seiner Leistungsfähigkeit angekommen, u.a. aufgrund des nördlichen unmöglichen Radweges, der ein verkehrsverträgliches Parken am Straßenrand (auf das die Anwohner wohl kaum verzichten werden) verhindert. Auf die Liste der übrigen Schwachpunkte will ich gar nicht eingehen. Ich kann nur hoffen, der Rat ist doch noch vernünftig und lehnt den Antrag endgültig ab!

Gerd Irrek Im Gegensatz zu der Fraktion meiner Partei bin ich für Tempo 30, auch auf der B 228. Außerdem sollte der Lkw-Durchfahrverkehr eingeschränkt werden.

Christina Alimanescu Aufgrund der Tatsache, dass es eine Hauptstraße ist, bin ich gegen die 30er- Zone. Dies würde zu Staugefahr und Auffahrunfällen führen. Meines Erachtens ist dies schwachsinnig und hat nichts mit Sicherheit zu tun!

E. Heckrath Die Befürworter von Tempo 30 sollten sich vor ihrer Entscheidung die Verkehrssituation in Hagnau (Bodenseekreis) ansehen. Vor einigen Jahren hat der Gemeinderat von Hagnau Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt beschlossen, auch, um den Bau einer Umgehungsstraße zu erzwingen. Die Folgen sind katastrophal. Die Lärm- und Umweltbelastung ist enorm. Täglich quält sich der Verkehr über die zwei Kilometer lange Durchfahrtstraße. Eine Ampelanlage und zwei Radarstationen tun ein Übriges. Hier heißt es nicht Stop and Go, sondern Stop und Wait. Eine Geschwindigkeit von 30km/h ist nicht machbar. Bremsen, Stehen, Anfahren, Bremsen etc. Ähnliches würde auch in Haan passieren. Schon jetzt ist in den verkehrsarmen Zeiten "dank" der schlechten Ampelschaltung eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40km/h kaum machbar. Im Berufsverkehr ist 30 ein Wunschtraum. Fließender Verkehr macht weniger Lärm als Stop und Go.

Sigrid van de Sande Ich fuhr mit dem Fahrrad von der Alleestraße innen in der Rathauskurve in Richtung Kaiserstraße, in gelber Warnweste. Es überholte mich - schon ziemlich eng - ein schwerer Lastwagen mit gut 50 km/h. Nun kam ihm ein weiteres Fahrzeug entgegen und er wich in meine Fahrspur aus, so dass ich gerade noch eine Lenkstangenbreite für mich und mein Fahrrad zur Verfügung hatte - ein Horrorerlebnis! Wieso tut sich eine Verwaltung so schwer, die Bürger vor Gefahren, Lärm und Gestank zu schützen? Ist es nicht ihre Aufgabe?

Quelle: RP
 
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