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Haan
Trinkgut sucht in Haan nach neuem Laden

Haan: Trinkgut sucht in Haan nach neuem Laden
Auf dem Gelände des Haaner Trinkgut-Marktes geht es oft sehr eng zu. Wie es mit dem Getränkemarkt in Haan weitergeht, ist derzeit unklar. FOTO: Staschik
Haan. Die Tage des Trinkgut-Marktes an der Hochdahler Straße sind anscheinend gezählt. Denn wenn der benachbarte "Fressnapf" auf das Gelände des neuen Baumarktes an der Düsseldorfer Straße umzieht, kann "Trinkgut" nicht - wie ursprünglich gedacht - mit umziehen. Von Ralf Geraedts

"Das ist abgelehnt worden, weil ein Getränkemarkt innenstadtrelevant ist", sagte Michael Peters, Trinkgut-Vertriebsleiter von 240 Märkten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz, gegenüber der RP.

Peters hat Kontakt zu den Fraktionsspitzen von SPD und CDU aufgenommen, um vielleicht noch eine Wende zu erreichen. In einem gemeinsamen Antrag zum Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag fordern Jörg Dürr (SPD) und Jens Lemke (CDU) die Verwaltung auf "mit dem Getränkehändler intensiv über Lösungsmöglichkeiten zu sprechen und Optionen zur Verlagerung des Getränkemarktes vorzustellen". "Ziel muss es sein, die Anzahl der Getränkemärkte in Haan nicht zu verringern, um eine möglichst wohnortnahe Versorgung sicherzustellen", so Dürr und Lemke in ihrem Antrag.

"Trinkgut" sei glücklich mit der Akzeptanz, die der Markt seit rund 15 Jahren in Haan findet. Allerdings entspreche die Immobilie an der Hochdahler Straße - hier ist der Getränkehändler Untermieter von Fressnapf - nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Die 550 Quadratmeter Verkaufsfläche reichten kaum, das Sortiment zu präsentieren. Auch die Parkplatz-Situation in Unterhaan sei unzureichend. Der neue Standort sollte 800 Quadratmeter Verkaufsfläche mit Innenlager (für Vollgut) und Außenlager für Leergut sowie rund 40 bis 45 Stellplätze bieten. "Der Standort Lidl ist uns angeboten worden. Wir haben ihn geprüft, aber es passt nicht", erklärte Michael Peters.

"Ein Getränkemarkt auf unserem Gelände an der Düsseldorfer Straße ist nicht zulässig", stellt Bruno Wojatschek fest, Projektentwickler bei Tenbrinke, der den neuen Baumarktstandort realisieren will. Er hofft, dass der Bebauungsplan im Mai oder Juni als Satzung beschlossen wird. Dann würde im Sommer der Bauantrag gestellt. Nach einer Genehmigung könne hoffentlich im Herbst mit dem Bau begonnen werden, sagte Wojatschek. Was nach einem Umzug des Hagebaumarktes von der Böttinger- an die Düsseldorfer Straße mit der Alt-Immobilie geschehen wird, ist unklar. Bisher sei nicht darüber nachgedacht worden, Trinkgut zur Bahnlinie hin zu verlagern, so der Vertriebschef.

Quelle: RP
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