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Haan
Tuberkulose-Hilfe fordert Umdenken

Haan. Die Haaner Aktionsgruppe "Wasser für Pokhara" ruft anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tages am Freitag, 24. März, zu einem Umdenken auf. Experten der Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) fordern die Entwicklung eines zuverlässigen Impfstoffs sowie wirksamer und bezahlbarer Medikamente gegen die resistenten Formen der Tuberkulose (Tbc). Die Regierungen der reichen Länder müssten gezielt die Forschung unterstützen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die daraus entwickelten Medikamente in armen Ländern bezahlbar sind. Dort scheitere die Therapie von Patienten mit multiresistenter Tbc (MDR-TB) immer noch zu oft an den hohen Kosten.

Bereits Anfang der 1970er Jahre gründete sich die DAHW-Aktionsgemeinschaft Haan. Damals war der deutsche Arzt Paul Gerhard mit seiner Haaner Ehefrau im Leprakrankenhaus in Pokhara in Nepal tätig, das dringend eine Trinkwasserleitung benötigte. Dieses Entwicklungshilfeprojekt mit Verbindung zur Stadt Haan nahm die evangelische Gemeinde auf und gründete eine Aktionsgruppe. Die aktuell zwölf ehrenamtlichen Mitarbeitern machen mit zahlreichen Aktionen auf die Krankheit aufmerksam, informieren und sammeln Spenden; zuletzt auf dem Brunnenfest am Sonntag. Sie wirken mit beim Handwerkermarkt der Don-Bosco-Schule und verkaufen sechs- bis achtmal im Jahr fair gehandelter Produkte im Weltladen . Auch auf dem ökumenischen Pfarrgemeindefest und auf der Kirmes (Beerenweinstand vor dem Gemeindeamt) können Interessierte Informationen einholen und sich für einen guten Zweck versorgen lassen.

Die von der Aktionsgemeinschaft überwiesenen Spenden werden für Lepra- und Tuberkuloseprojekte in Nepal verwendet. Weitere Infos erteilt Bernhard Paulsen-Hammerschmidt unter Tel. 02129 54184.

(höv)
 
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