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Haan
Umleitung schafft Schulweg-Gefahren

Haan: Umleitung schafft Schulweg-Gefahren
Annette Matzpreiksch lotst die Kinder über die Straße. FOTO: Staschik, Olaf (ola)
Haan. Wegen der Sanierung der Bahnhofstraße sind deutlich mehr Autos im Bereich der Grundschulen unterwegs. Von Ralf Geraedts

Die Sanierung der Bahnhofstraße wird nächsten Dienstag Thema im Stadtentwicklungsausschuss. Es geht um den Aspekt der Schulwegsicherheit. Denn die hat für die Kinder der Don-Bosco-Schule und der Grundschule Unterhaan gelitten. Eltern der Schulen haben sich an die Stadt und Parteien gewendet mit der Bitte um Abhilfe. Die Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan hat in einem Brief die Polizei um Präsenz auf den Straßen rund um die Schulen gebeten. Und die FDP-Fraktion bittet für die Ausschusssitzung am Dienstag um die Beantwortung einiger Fragen.

Wegen der Umleitung fährt der Schulbus jetzt seine Route in umgekehrter Richtung. Das bedeutet, dass die Kinder jetzt nicht mehr vor der Don-Bosco-Schule oder an der Haltestelle Kölner Straße in Höhe des Durchgangs zur Steinkulle stoppen. Die Jungen und Mädchen beider Schulen müssen nun die Straßen überqueren - die Unterhaaner an der Fußgängerampel in Höhe Dürerstraße, die Don-Bosco-Schüler die Thienhausener Straße.

"Darauf haben wir uns eingestellt", sagte Annegret Buchart, Leiterin der Don-Bosco-Schule, gegenüber der RP. "Die von den Eltern finanzierte Schülerlotsin sperrt die Straße hinter dem Bus ab und führt die Kinder über die Straße. Die Schule sprach die Polizei eigens an. Zwei Tage lang beobachteten Beamte die Situation und zeigten Präsenz.

Bernd Preuss, seit Monatsbeginn Leiter der Haaner Polizeiwache, bewertet den Verkehr auf der Thienhausener Straße rund um den morgendlichen Schulbeginn zwar als dicht, aber relativ geordnet. Und auch am Überweg zur Grundschule Steinkulle gab es keine Vorkommnisse, als Beamte dort waren.

Susanne Klinkow, Leiterin der Grundschule Unterhaan, verwies dagegen auf Berichte von Eltern, die mehrfach "ganz heikle Situationen beobachet" und darüber geklagt hätten, dass die Fußgängerampel zeitgleich mit Linksabbiegern aus der Dürerstraße Grün zeige. Viele Autofahrer gewährten den Kindern keinen Vorrang. Manchen führen gar an Fahrzeugen vorbei, die gerade Kinder passieren lassen wollten. Hauptkommissar Preuss kündigte an, sich das in der kommenden Woche noch einmal ansehen zu wollen.

"Wir sind als Schule nicht darüber informiert worden, dass der Schulbus jetzt einen anderen Weg fährt", weist Susanne Klinkow auf einen mangelnden Informationsfluss zwischen der Stadt und der Schule hin. Sie ist aber froh, dass "die Fußgängerampel wenigstens funktioniert. Das war ja nicht immer so."

Anwohner klagen auch über eine mangelhafte Umleitungsbeschilderung. "Immer wieder verirrt sich ein Lastwagen in den Nebenstraßen", zitiert Susanne Klinkow Aussagen von Schülereltern. Wenn die Laster erst auf den engen Fahrbahnen zwischen parkenden Autos unterwegs seien, dann werde es schwierig.

FDP-Fraktionschef Michael Ruppert stellt fest, dass nicht nur der Verkehr zugenommen, sondern gleichzeitig "die Beachtung der Vorfahrts- und Geschwindigkeitsregeln abgenommen" habe. Als besonders gefährlich wird das Ausweichen einzelner Fahrzeuge auf den Gehweg wahrgenommen. "Die gelegentliche Präsenz der Polizei wird zwar als positiv bemerkt - die Wirkung endet jedoch, sobald die Polizei nicht mehr sichtbar ist." Die Verwaltung soll im Verkehrsausschuss darlegen, wie sie die Situation zu entspannen gedenkt und wie lange die Sanierung der Bahnhofstraße noch andauert.

Quelle: RP
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