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Gruiten/Mettmann
Wasserverband baut neue Abwasserleitung

Gruiten/Mettmann. Die Bauarbeiten am Potherbruch haben begonnen. Mitte 2018 wird der Gruitener Weg gesperrt. Von Christoph Zacharias

Das Baufeld ist vorbereitet, der Bagger hat seine Arbeit bereits aufgenommen. Der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) mit Sitz in Gruiten hat mit dem Bau einer neuen Abwasserleitung begonnen. Stark gestiegene Anforderungen an die zukünftige Wasserqualität und an die Reinigung sowie eine Zunahme bei der Abwassermenge aus dem Einzugsgebiet sind für den BRW der Anlass, sein 40 Jahre altes Klärwerk Gruiten aufzugeben.

Nach einer Variantenstudie sei es für den Verband auf Dauer wirtschaftlicher, statt eines Ausbaus des bestehenden Klärwerks Gruiten eine Abwasserüberleitung zum Klärwerk Mettmann zu realisieren, sagt Peter Schu, stellvertretender Geschäftsführer des BRW. Damit das Gruitener Abwasser im Mettmanner Klärwerk mitgereinigt werden kann, muss ein Pumpwerk auf dem heutigen Klärwerksgelände in Gruiten gebaut werden. Von diesem Werk führen zwei Druckrohrleitungen hinauf zum Potherbruch.

Anschließend fließt das Abwasser durch einen Kanal entlang des Gruitener Weges, der in den vorhandenen Mettmanner Hauptsammler im Hellenbrucher Bachtal mündet. Der Gruitener Weg wird ab Mitte 2018 für mehrere Monate wegen der Kanalbauarbeiten für den Autoverkehr gesperrt werden, so Schu. Nur Busse und Rettungswagen können passieren. Über den Hauptsammler fließt das Abwasser dann weiter zum Klärwerk Mettmann. Die Länge der Überleitung beträgt zwei Kilometer. Auf dem Klärwerksgelände in Gruiten bleiben nach Abschluss der Bauarbeiten das neue Pumpwerk "Heinhausen" und für die Grobreinigung des Abwassers vor Überleitung ein Rechen sowie ein Sandfang.

Die Kosten für das Gesamtprojekt sind mit 8,7 Millionen Euro veranschlagt, die Bauzeit wird etwa zwei Jahre betragen. Zwischen dem Klärwerk Gruiten und dem Potherbruch liegt ein Höhenunterschied von 40 Metern. Um das vorgereinigte Abwasser jederzeit und auch bei stark schwankenden Abwassermengen zum Klärwerk Mettmann überleiten zu können, sind zwei parallel verlaufende Druckrohrleitungen von jeweils 790 Metern Länge und 250 Millimetern Durchmesser erforderlich. Die Druckleitungstrasse beginnt auf dem Klärwerk, trifft im Bereich des Verkehrsübungsplatzes auf den Gruitener Weg und endet nördlich des Kreuzungsbereichs Südring/Gruitener Weg am Rande einer landwirtschaftlichen Fläche. Dort wird derzeit gebaut. Die beiden Druckrohrleitungen werden unterirdisch in einem speziellen, gesteuerten Horizontalbohrverfahren parallel in den felsigen Untergrund eingebracht. Das erspart zusätzliche Aufgrabungen zwischen der Startgrube am Ende der Sinterstraße und der Zielgrube nördlich der Kreuzung , sagt der BRW.

Quelle: RP
 
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