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Haan
Windhövel-Geschäftshaus kommt mit Supermarkt für Feinschmecker

Haan. Baudezernent Engin Alparslan kündigt bei CDU-Versammlung Händler mit einer so großen Sortimentsbreite an, "wie wir sie heute nicht haben". Von Alexandra Rüttgen

Von dem geplanten Geschäftshaus am Windhövel verspricht sich Baudezernent Engin Alparslan eine "hohe Anziehungskraft" auch für dort schon bestehenden Geschäfte: "Andere werden auch noch was davon haben", sagte er am Donnerstagabend bei einer Versammlung, zu der die CDU, Ortsverband Haan, eingeladen hatte. Gut 20 Bürger waren gekommen, darunter nicht nur CDU-Mitglieder.

Die große Mehrheit zeigte Zustimmung zum geplanten Geschäftshaus. Der Haaner Architekt Jochen Siebel appellierte an die Politiker, "Anwohnern und bestehenden Einzelhändlern die Ängste zu nehmen", damit das aktuelle Projekt in der öffentlichen Diskussion eine größere Chance hat als seine größer dimensionierten Vorgänger. So betonte Klaus Scharrenberg: "Das, was Sie heute vorschlagen, hätte man vor sieben bis acht Jahren schon haben können, wenn man ein bisschen Vernunft gehabt hätte." Er fügte aber auch später hinzu: "Das Geschäftshaus finde ich in der jetzigen Größe okay." Doch es gab auch eine kritische Stimme. Das Gebäude "ist ein Riegel, der in der zweiten Reihe steht. Den nehme ich kaum wahr", sagte Gast Wolfram Schneider-Mombaur.

Dem setzte Architekt Siebel entgegen, dass die Fassaden ansprechender gestaltet seien als in früheren Jahren geplant. "Die ganze Seite bekommt ein anderes Gesicht", so Siebel, der den jetzigen Zustand der als Hundeklo genutzten, unbebauten Fläche mit dem Projekt deutlich aufgewertet sieht.

Zudem ändern und verbessern sich womöglich die Wegebeziehungen, die - darin waren sich ebenfalls mehrere Anwesende einig - den Bereich rund um die Stadtbücherei und auch den angrenzenden Park besser zur Geltung kommen lassen.

Alparslan berichtete, dass der Investor keinen Textilisten als Mieter finden konnte. Doch er kündigte als Ankermieter einen Lebensmittelmarkt mit so großer Sortimentsbreite an, "wie wir sie heute nicht haben." Diese Aussichten gefielen den Anwesenden. Sie zogen Parallelen beispielsweise zu Edeka "Zurheide" in Düsseldorf oder zum Edeka-Center "Windges" in Hochdahl - beide sind beliebte Publikumsmagneten.

"Wir sind der Auffassung, dass das die Innenstadt weiterbringen kann", betonte Alparslan. Der frühere Planungsamtsleiter und Technische Beigeordnete Ulrich Trapp stimmte ihm zu: "Es wäre eine Aufwertung. Ich schätze die Haaner so ein, dass sie in hochwertigem Ambiente einkaufen wollen."

Quelle: RP
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