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Haan
"Wir sind Haan" ist seit fünf Jahren unterwegs

Haan: "Wir sind Haan" ist seit fünf Jahren unterwegs
Gleich mehrere Fahrradgruppen gibt es im Seniorennetzwerk. Von der kurzen Tour im Umfeld bis zur Alpenreise reicht die Palette. FOTO: Tinter/Staschik
Haan. Das Seniorennetzwerk hat rund 700 Mitglieder, die sich in selbstorganisierten Gruppen treffen. Am 20. Februar wird gefeiert. Von Ralf Geraedts

Landläufig heißt es, Rentner hätten keine Zeit. Tatsächlich nutzen Frauen und Männer nach der Berufstätigkeit ihre Zeit intensiv. Das Seniorennetzwerk "Wir sind Haan" bietet eine Fülle von Möglichkeiten, eigene Hobbys gemeinsam mit anderen zu pflegen und vor allem, neue Kontakte zu knüpfen. Fünf Jahre nach seiner Gründung zählt das Seniorennetzwerk rund 700 "Mitglieder". Am 20. Februar soll der fünfte Geburtstag gefeiert werden. Die Veranstaltung an jenem Samstag wird um 19 Uhr im CVJM-Saal an der Alleestraße 10 beginnen. Alle zahlen einen Kostenbeitrag von fünf Euro.

Wie an jedem Jahrestag werden Kurt Eugen Melchior und seine Frau Ute Melchior-Giovannini - beide halten die Fäden des Netzwerks in der Hand - einen detaillierten Jahresbericht geben und auch über die Finanzen sprechen. Dann wird eine sicherlich muntere Feier folgen, bei der zwei Sänger aus Vohwinkel auftreten und Peter Weisheit für musikalische Unterhaltung sorgt. Wahrscheinlich werden auch einzelne Gruppen Teile des Programms gestalten. Wie bei allen Veranstaltungen werden fleißige Helfer aktiv sein: Schnittchen bereiten, Stühle und Tische aufstellen, den Prosecco zum Anstoßen entkorken und später wieder aufräumen.

Fotografieren ist sehr beliebt. Bald wird es wohl eine dritte Gruppe geben. FOTO: Staschik, Olaf (OLA)

"Am Anfang haben wir ganz vorsichtig 200 Programmzettel gedruckt. Jetzt sind es 1000 - und die sind weg!" Ute Melchior-Giovannini nennt weitere Zahlen, die die Erfolgsgeschichte aufzeigen: "Die erste Fotogruppe startete 2011 mit vier Mitgliedern." Inzwischen gibt es zwei Gruppen mit je knapp einem Dutzend Aktiver. Wahrscheinlich wird bald eine dritte Gruppe gebildet, meint Heinz Küpper.

Oder: 70 bis 80 Haaner schwingen sich in diversen Radfahrgruppen regelmäßig in den Sattel, 60 Frauen und Männer treffen sich montags zum Singen. Fahrten der Reisegruppe sind immer ruckzuck ausgebucht. Eine Handwerker-Gruppe hilft anderen bei kleinen Arbeiten in den Wohnungen - und demnächst auch beim "Knöster-Café"; zum Informationsnachmittag für das neue Reparaturcafé (Start ist am 2. März von 15 bis 18 Uhr im Forum St. Chrysanthus und Daria) konnte Initiator Frank Intveen mehr als 60 Interessierte begrüßen. "Als Kirchengemeinde sind wir völlig begeistert, wie sich alles entwickelt hat", sagt Pfarrerin Gabriele Gummel strahlend. Sie stieß bei der Suche nach neuen Wegen für die Seniorenarbeit vor sieben Jahren zusammen mit Pfarrer Hans-Peter Gitzler auf das Modell des sich selbst organisierenden Netzwerkes und fand in den Eheleuten Melchior rührige Motoren.

Bei den gemeinsamen Unternehmungen wachsen die Gruppen zusammen. Die Freunde helfen sich gegenseitig. "Es gab auch schon ganz intensive Begleitung bis in den Tod", berichtet Ute Melchior-Giovannini. Immer wieder höre sie von Senioren, die sehr froh seien, einmal den Schritt zum Netzwerkstreffen getan zu haben. Mittlerweile strahlt "Wir für Haan" auch aufs Stadtgebiet aus. Mitglieder arbeiten beim Goldenen Telefon ebenso mit wie im Seniorenbeirat. Auch Hilfe bei der Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge wird geleistet.

Quelle: RP
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