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Hilden
3000 Gäste feierten eine Riesenparty

Hilden: 3000 Gäste feierten eine Riesenparty
Im "Pub" spielten die "Moondogs", Hildens älteste Boygroup. Bei der Kneipentour kommen sich Musiker und Feiernde besonders nah. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Die 6. Hildener Kneipentour wartete mit 27 Bands in 25 Locations auf. Shuttle-Busse verkehrten zwischen den Kneipen. Von Dirk Neubauer

Die Community glühte vor. Auf Facebook war den ganzen Morgen über Vorfreude. "Super, nur noch wenige Stunden, dann geht es los..." "Wo geht ihr hin?" Kurz nach 18 Uhr im Hildener Bahnhof fing die Kneipentour einfach an. Ohne viele Worte. Organisator Michael Pape spielte mit seiner Band "Toefte" einfach den ersten Song und begrüßt danach 80 Zuhörer. Zu einem neuen Rekord: 27 Bands spielten am Samstag in 25 Kneipen - reguläres Programm zwischen 18 Uhr abends und drei Uhr morgens, alle Stilrichtungen: von Schlager bis Heavy Metal, von Mitwippen bis Mitgröhlen.

Und wer wollte, sah auf dem Nachhauseweg die Sonne über der Itter wieder aufgehen. Nach Papes Angaben waren mehr als 3000 Gäste unterwegs. Bei der Premiere der Kneipentour im Jahr 2010 konnten die Besucher die musikalische Kneippkur noch zu Fuß absolvieren: Mit sieben Wirten hat sie mal begonnen. Am Samstag kreisten zwei, von den Stadtwerken Hilden gesponsorte Busse zwischen Bahnhof, dem Süden der Stadt und dem Hildorado. Und dennoch musste man sich vorher eine Route durch die Nacht zurechtlegen.

Zu den seit Jahren angefragten, nun für Hilden begeisterten Rock n'Rollern von "The Jelly Rolls" im Itter Eck an der Neustraße? Zum musikalischen Doppelstock am Fritz-Gressard-Platz - oben die junge, echt hörenswerte Hildener Gruppe S.PAM, danach "Infused" im BARock, unten im "Mönch & Uschi" zur Classic Night mit Simon Krebs, Stefan Mindenbeck und Sara de Bourgeois, bei der man irgendwie den Eindruck hat, es könnte sich um einen Künstlernamen handeln? Oder doch lieber zu den "Wallflowers", den Mauerblümchen namens Ulli Brockelmann und Erik Arntzen im "La Paloma bei Jasmin" mit echtem Schlager-Gefühl? Claudia Schüppen hatte sich von Sohn Andreas (26) dazu überreden lassen, ein Kneipentour-Bändchen für neun Euro zu kaufen und so neun Stunden Live-Musik zu buchen.

Mutter und Sohn begannen am Bahnhof wanderten einmal durch die Stadt und wollten den Abend im TSC Salzmannweg bei den Oldies der "Boys of 69" beenden - dem südlichsten Punkt der Kneipentour. Im Osten - zum Tennis-Club Hilden Ost fuhr ab dem Hildorado ein kostenloser Shuttle. Apropos Transport: Gewiefte Kneipentour-Fans blieben im großen Shuttlebus einfach sitzen und ließen sich gemütlich mehrere Runden durch die Hildener Nacht kutschieren. Denn im Bus spielten die Hochhaus-Freunde für alle Fahrgäste.

Organisator Michael Pape erklärt den Erfolg der Kneipentour so: "Zum einen stehen mit der Stadt, den Stadtwerken und dem Stadtmarketing starke Partner im Hintergrund. Zum anderen bemühe ich mich als Musiker, für jede Kneipe die passende Band zu finden." Das braucht ein halbes Jahr Vorlauf. Mittlerweile ist die Hildener Kneipentour zu einem Exportschlager geworden: Auch in Eller organisiert Pape einen Ableger.

Quelle: RP
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