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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
600 Anwohner sind sauer

Hilden. Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit hat die Stadtspitze es geschafft, Vertrauen der Bürger zu zerstören. Beide Male kamen Informationen über sensible Vorhaben zu spät - nach dem Motto: Erst die Bagger, dann die Erklärung. Da war zum einen die Erschließung der Fläche am Schalbruch für Asylcontainer. Die Anwohner waren völlig zu Recht verärgert, der Info-Abend dazu kam viel zu spät, die gesamte Diskussion hätte schon Wochen zuvor stattfinden müssen.

Und nun der Bruchhauser Kamp. Auf dem Spielplatz dort wurde in einer Hau-Ruck-Aktion das Spielgerät entfernt. Es sei marode gewesen, lautete die schnell nachgeholte Begründung. Nun, auf der gerade herausgegebenen Liste der neuen Spielgeräte steht der Bruchhauser Kamp nicht. Heißt das nun, dass der Spielplatz nackt bleibt? Oder haben die Anwohner doch mit ihrer Befürchtung Recht, dass dort Fakten geschaffen werden für eine Bebauung mit Sozialwohnungen? Noch sei nichts entschieden, heißt es vor der Ratssitzung am nächsten Mittwoch. Fakt ist, dass SPD und CDU mit ihrer Mehrheit für die Bebauung aller drei Grundstücke, die die Verwaltung ausgemacht hatte, gestimmt haben. Diese Mehrheit müsste also umgestimmt werden - ansonsten muss die Sache durchaus als entschieden angesehen werden.

Möglich, dass die Unterschriftenliste, die die Anwohner am Montag der Bürgermeisterin überreichen werden, zur Umstimmung beiträgt. 600 Unterzeichner möchten nicht, dass der Spielplatz und das Grundstück Overbergstraße bebaut werden. Sie haben gute Gründe, und sie reichen einen Bürgerantrag dazu ein. Der letzte Bürgerantrag, ebenfalls aus dieser Woche, war erfolgreich: Die Anwohner der Baustraße müssen die erhöhte Selbstbeteiligung für die Baumaßnahme nicht zahlen.

goekcen.stenzel@rheinische-post.de

Quelle: RP
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