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Hilden
Abi: Früh mit dem Lernen anfangen

Hilden. Noch sieben Monate und elf Tage bis zum Abi 2017. Lehrer raten zu einem Zeitplan fürs Lernen. Von Eike Hövermann

Gefühlt ist das für die 2017er-Kandidaten alles noch in weiter Ferne - Abitur, Prüfungsstress, Lernen. Derzeit haben so einige künftige Abiturienten noch ganz andere Dinge im Kopf. Doch mit dem Lernen für die Abiturprüfungen frühzeitig anzufangen kann viele Vorteile bringen.

"Ganz wichtig ist es, dass sich die Schüler einen Zeitplan anfertigen", sagt Friederike von Wiser, Leiterin des Städtischen Gymnasiums Haan, Adlerstraße. Spätestens ab Januar sollte ein klarer Arbeitsplan stehen. Den empfiehlt die Pädagogin nicht nur in ihrem Geographiekurs, sondern macht ihn auch für sich selbst. "Dann hat man eine Stoffübersicht und weiß, was zu tun ist", allein dadurch verliere das Lernen einen großen Teil seines Schreckens.

Auch seien die entsprechenden Fachlehrer die richtigen Ansprechpartner. "Sie haben einen guten Blick für die Inhalte und können unterstützende Tipps geben", sagt von Wiser. Vor allem sollte nicht alles in den Osterferien gelernt werden, denn "die sind kurz, es stehen eventuell Familienfeste an", da könne es schnell knapp werden mit der Zeit. Zudem sollten auch in lernintensiven Wochen Freizeit und Sport nicht zu kurz kommen - ein weiteres Argument gegen das Pauken auf den letzten Drücker.

Besonders wichtig sei es, die Kompetenzen für ein Fach, beispielsweise für eine Textinterpretation im Deutsch-Leistungskurs, zu erlernen, sagt Deutschlehrer und Oberstufenkoordinator Markus Pytlik vom Konrad-Adenauer-Gymnasium in Langenfeld. "Es bringt nichts, schnell vor der Prüfung noch einmal die Deutschlektüre zu lesen", da in der Abiturprüfung eventuell ein ganz anderer Text drankommen könne, auf den die zuvor erlernten Kompetenzen angewendet werden müssten.

Die verkürzte Schulzeit auf ein Abitur nach zwölf Jahren sieht Pytlik durchaus problematisch. "Es gibt verstärkt Nachmittagsunterricht, die Schüler kommen relativ spät nach Hause und müssen sich noch um ihre Hausaufgaben für den nächsten Tag kümmern." Dann noch die Zeit zu finden, für anstehende Klausuren zu lernen, könne eine Herausforderung sein. Daher appelliert auch Pytlik an die Pennäler: "Rechtzeitig einen Lernplan machen." Und nicht dem sogenannten Bulimie-Lernen verfallen, bei dem in kurzer Zeit möglichst viel gelernt, das Gelernte aber auch schnell wieder vergessen wird.

Christian Stein, Lehrer am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Hilden, rät zur gegenseitigen Unterstützung. "Es kann in den meisten Fällen sehr hilfreich sein, fachspezifische Lerngruppen zu bilden, da der Austausch über die Themen großen Wert hat." Und warnt davor, beim Lernen auf gut Glück etwas auszulassen, "nur weil man in der schriftlichen Prüfung ja entweder eine Wahlmöglichkeit hat oder der Lehrer schon die günstigsten Aufgaben auswählen wird." Beim zeitlichen Rahmen folgt er den Vorstellungen seiner Kollegen, "spätestens nach den Weihnachtsferien", also früh mit dem Lernen anzufangen.

Die erste Abiturprüfung findet am Dienstag, 25. April, im Fach Deutsch statt. Interessierte können alle Prüfungsdaten zum Abitur in Nordrhein-Westfalen auf der Internetseite www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de unter Zentralabitur GOSt/Termine einsehen.

Quelle: RP
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