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Hilden
Abiturient hilft auf dem Balkan

Hilden: Abiturient hilft auf dem Balkan
Hilden. Der Hildener Markus Brenken leistet sein Freiwilliges Soziales Jahr als Kampagnenbetreuer bei der Hilfsorganisation "Schüler helfen Leben". Von Ilka Platzek

Markus Brenken ist jetzt zusammen mit sieben Kollegen für zwei Wochen auf den Balkan geflogen. Dort will er sich von den Jugend- und Bildungsprojekten der Hilfsorganisation selbst ein Bild machen. Der zukünftige Kampagnenbetreuer will vor Ort mitanpacken und sehen, wie Spendengelder eingesetzt werden. "Insgesamt besuchen die Freiwilligen sieben Projekte in Mazedonien, Albanien, Serbien, Bosnien und Herzegowina und im Kosovo", erzählt Vereins-Sprecherin Luisa Baier. Es sind alles Projekte, die Kindern und Jugendlichen Hilfe zur Selbsthilfe geben und die sich gegen Diskriminierung und für mehr Jugend- und Bildungsarbeit einsetzen.

Der Verein "Schüler helfen Leben" (SHL) ist eine Jugendinitiative, die während des Jugoslawienkrieges 1992 von Schülern gegründet wurde. Seit 1998 richtet der Verein den inzwischen jährlich stattfindenden Sozialen Tag aus. Bei dieser bundesweiten Spendenaktion gehen Schüler für einen Tag arbeiten und spenden ihren Lohn an die Projekte von Schüler helfen Leben. Diese umfassen überwiegend die Jugend- und Bildungsarbeit in Südosteuropa sowie die Hilfe für syrische Flüchtlinge in Jordanien. "Beim vergangenen Sozialen Tag im Juli erarbeiteten fast 85.000 Schüler rund 1,6 Millionen Euro für den guten Zweck", sagt Luisa Baier.

Vor gut einem Monat startete Markus Brenken zusammen mit fünf Kollegen aus Deutschland und zwei Kolleginnen aus Bosnien sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Verein der Jugendinitiative als Kampagnenbetreuer. Kaum im Bundesbüro in Neumünster bei Hamburg angekommen, stand der Flug Richtung Balkan auf dem Programm. Warum er gerade beim SHL sein freiwilliges soziales Jahr leistet, begründet der Hildener Abiturient so: "Ich habe mich erkundigt und die Angebote vergleichen. Ich wollte nicht einfach nur ein ,Nebenherläufer' auf lokaler Ebene sein, also in einer integrativen Schule oder im Behindertenheim. Ich habe eine Tätigkeit gesucht mit viel Eigenverantwortung und wollte lieber an einem Großprojekt mitarbeiten." Seine Wahl fiel auf SHL, denn "ich war begeistert von der Idee, mit anderen zusammen die Projekte zu besuchen und hinterher eine Projektpatenschaft zu übernehmen." Im Laufe der Reise werden Markus und seine Kollegen die von der SHL-Stiftung entsendeten Auslandsfreiwilligen besuchen, die für ein Jahr in den Projekten helfen. Mit seinen zwei bosnischen FSJ-Kolleginnen Dobrila (20) und Dana (18) hat der 18-Jährige außerdem die perfekten Reisebegleiterinnen an seiner Seite.

Markus selbst wird nach der Reise daran mitwirken, den Sozialen Tag 2016 vorzubereiten. "Ich werde als Kampagnenmanager mit Druckereien zu tun haben, aber auch mit der Stiftung selbst." Die Vorbereitung des Sozialen Tags 2016, erzählt er, beginnt eigentlich schon im Winter.

Quelle: RP
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