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Hilden
Alkenings hält an Area-51-Entscheidung fest

Hilden. Mit den zahlreichen Protesten zur Trennung von Peter Brack hat die Bürgermeisterin gerechnet. Von Alexandra Rüttgen

Trotz der zahlreichen Proteste, die in den vergangenen Tagen auch bei der RP-Redaktion eingingen, weicht Bürgermeisterin Birgit Alkenings offenbar nicht von ihrem Kurs ab: "Der bestehende Vertrag mit Peter Brack ist befristet. Er läuft ordnungsgemäß ab." Die Stadt Hilden nutze daher die Chance, um sich von dem Kulturschaffenden zu trennen und dadurch Geld zu sparen. Mit der nachhaltigen Kritik an dieser Entscheidung habe sie gerechnet. Dass jedoch auf diese Weise vollendete Tatsachen geschaffen werden sollten, noch bevor Sönke Eichner als Nachfolger von Reinhard Gatzke seine Arbeit aufnimmt, sei nicht der Fall: "Eine Entscheidung musste noch vor Antritt des neuen Kultur- und Jugenddezernenten erfolgen."

Und darum geht es: Die Stadt Hilden will künftig auf die Unterstützung von Peter Brack verzichten. Brack hat mit seinem Veranstaltungsdienstleister "Nostromo" seit fast 20 Jahren im Auftrag der Stadt Rock-Konzerte und Kabarettabende im "Area 51" organisiert und wird dabei von einem jungen Team unterstützt. Die über seinen Abschied einzusparenden Kosten beziffert die Stadtverwaltung auf 4800 Euro pro Jahr. Die bisher "outgesourcte" Dienstleistung von Nostromo soll künftig das Team des Area 51 selbst übernehmen. Der städtische Etat, mit dem bisher die Veranstaltungen selbst durchgeführt wurden, soll nicht gekürzt werden. Er beträgt rund 6000 Euro im Jahr.

Nun wollen Sponsoren einspringen und schlagen vor, das Honorar für Peter Brack zu übernehmen, wenn er nur an Bord bleibt: "Wir bieten Ihnen an, alle zusammen einmal im Jahr unentgeltlich eine große Benefiz-Gala zugunsten von Nostromo zu spielen", teilt der Kabarettist Jens Neutag mit. Und die in Hilden ansässige Vermögensverwaltung "Ökoworld" will das Geld ebenfalls vorstrecken - "nicht einmalig und bis auf weiteres, sondern dauerhaft. Wir sehen uns als Ökoworld sozial verpflichtet. Es ist eine wichtige Investition", so Vorstandsvorsitzender Alfred Platow. Diese Angebote will die Bürgermeisterin in den kommenden Tagen prüfen. "Ob die Stadt die Sponsoring-Angebote annehmen darf, werden die Gespräche zeigen", so Alkenings. Davon hänge ab, "ob es einen neuen Vertrag geben kann und wie dieser gegebenenfalls aussieht".

Dass für einen Mitarbeiter des städtischen Jugendamtes ein neuer Arbeitsplatz gesucht werden muss, verneint die Bürgermeisterin. "Das Gerücht stimmt nicht. Es sollen keine Stellen für städtische Mitarbeiter geschaffen werden. Das aktuelle Team des Area 51 bleibt bestehen." Dazu gehören drei Fachkräfte, davon zwei in Vollzeit und eine mit 12,5 Stunden-Woche. Hinzu kommt das für eine Aufwandsentschädigung arbeitende "Thekenteam" von Nostromo, das bei Konzerten & Co. bereit steht. Es hat aber bereits erklärt, künftig nicht mehr für die Stadt arbeiten zu wollen.

Quelle: RP
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