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Hilden
Allianz: "Hilden kann mehr Einwohner kaum verkraften"

Hilden. Die Verwaltung hat ein Konzept für "preisgünstigen Wohnraum" in Hilden vorgelegt. Die politische Beratung wurde auf den Wohnungsausschuss am 8. Februar 2017 vertagt. Die Verwaltung schlägt unter anderem vor, eine Ackerfläche am Westring zu bebauen. Sie ist für Wohnen vorgesehen (bis zu 330 Wohnungen wären wohl möglich) und gehört der Stadt Düsseldorf. Die Nachbarkommune würde die Fläche gerne vermarkten. Über das Baurecht entscheidet aber die Stadt Hilden. Sie kann festlegen, wie viele Wohnungen und in welcher Preisklasse dort entstehen. Die Allianz für Hilden sieht das ganze Konzept kritisch.

Mieter einer Sozialwohnung müssten nur ein einziges Mal - beim Einzug - ihre Bedürftigkeit nachweisen, erläutert Fraktionsvorsitzender Friedhelm Burchartz. Wie viele Sozialwohnungen inzwischen fehlbelegt seien, könne niemand sagen. Nach Auffassung der Allianz gibt es in Hilden genügend Baugrundstücke. Es würden auch genügend Wohnungen errichtet - auch wenn man die unterzubringenden Flüchtlinge berücksichtige. Im strategischen Stadtentwicklungskonzept stehe, dass 235 Einfamilienhäuser von Bewohnern älter als 80 Jahre, 821 von Bewohnern älter als 70 und 1689 Einfamilienhäusern von Bewohnern älter als 60 bewohnt werden. "Hier liegen künftig Wohnbaupotenziale, die die Verwaltung ausschöpfen könnte", meint Burchartz: "Sie darf nur nicht den richtigen Zeitpunkt verpassen, hier tätig zu werden." Auch durch Umwidmung von Gewerbe- und Bürobauten könne neuer Wohnraum geschaffen werden.

Hilden sei bereits dicht besiedelt: "Mehr Einwohner kann Hilden kaum verkraften."

(cis)
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