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Hilden/Düsseldorf
Am Elbsee wird es bald balinesisch

Hilden/Düsseldorf: Am Elbsee wird es bald balinesisch
Stephan Theune (l.) betreibt mit seinem Bruder sechs Wellness-Anlagen in Deutschland. Sönke Schacht (r.) soll die am Elbsee leiten. FOTO: Hans-Jürgen. Bauer
Hilden/Düsseldorf. Gestern war Richtfest für das Vabali Spa. Das neue Wellness-Ressort am Elbsee kostet rund 22 Millionen Euro und soll Mitte Dezember eröffnen. Maximal 700 Tagesgäste sind zulässig. Theoretisch 255.500 im Jahr. Von Torsten Thissen

Es gibt verschiedene Stadien der Entwicklung im Vabali am Elbsee. Das sei bei einem Bau dieser Größenordnung auch ziemlich normal, sagt Bauherr Stephan Theune, und doch ist es ja ein wenig komisch, wenn in dem einen Raum bereits die Fliesen liegen, in dem anderen jedoch nicht einmal der Estrich.

Doch Theune kennt sich aus mit solchen Großprojekten. Vor mehr als 20 Jahren hat er in dem Wellness-Geschäft angefangen, ein Düsseldorfer in Köln. Inzwischen betreibt er sechs Bäder und Thermen, darunter auch das Neptunbad und die Claudiustherme in Köln.

Die Anlage vom See aus gesehen. Weitläufig sind auch die Außenbereiche, unter dem weißen Zelt wird ein Pool gerade gefliest. FOTO: Vabali

Und grundsätzlich neigt der Mann zur Gelassenheit, so etwa auch bei der Einschätzung wie teuer Düsseldorfs größter Wellness-Tempel denn letzten Endes wird. Rund 22 Millionen seien das wohl schon, sagt Theune, der sich auch nicht festlegen möchte, wann das Vabali am Elbsee denn letztlich eröffnet. "Wir versuchen, den angedachten Termin Mitte Dezember zu halten, und wenn es dann Mitte Januar wird, ist das auch nicht schlimm", sagt er. "Hauptsache das Vabali wird schön, und die Menschen können sich wohlfühlen."

Theune hat einen langem Atem, den hat er in der Vergangenheit schon beweisen müssen. Denn die Planungen um die Wellness-Anlage ziehen sich ja schon gut sieben Jahre hin. Es ging um Genehmigungen und Stege, die nicht in den See ragen durften, um Enten, Gänse und Büsche. Jetzt sind die Stege eben weg und auch die Bedenken der Umweltschützer wurden berücksichtigt, die sich etwa um die nervliche Belastung der Wasservögel am Elbsee sorgten, falls die denn auf badende Menschen treffen. In der Zwischenzeit hat Theune schon ein komplettes Vabali in Berlin-Mitte geplant, genehmigt, gebaut und in Betrieb genommen. Das kommt dort sehr gut an. Wenn die Gäste meckern, dann lediglich darüber, dass zu viele Besucher dort waren, was für den Betreiber der Einrichtung ja nicht das Schlechteste ist. Berlin brummt jedenfalls.

Nun liegt der Fall in Düsseldorf aber anders. Hier am Elbsee müssen die Leute eigentlich mit dem Auto kommen, rausfahren an die Stadtgrenze zu Hilden. Theune und sein Geschäftsführer Sönke Schacht sind überzeugt davon, dass die Düsseldorfer, die Mettmanner und die Bergischen das schon machen werden, auch im Sommer, wenn eher weniger sauniert wird. Vielleicht liegt der Fall aber auch gar nicht so anders als in Berlin. Denn letztlich braucht man von der Seesauna, aus deren Panorama-Fenster man jetzt schon auf das Wasser sehen kann, und von der Liege am offenen Feuer im Kaminzimmer des Spa nur 20 Minuten bis zur Königsallee. 20 Minuten bis ins Paradies hört sich dann wiederum nicht so schlecht an. Das Spa soll eine asiatische Anmutung haben, balinesisch eben. Das kann man sich im Rohbau zwar nur schwer vorstellen. Doch es gibt Räume, da sind schon die geschnitzten Säulen aus Teak-Holz eingebaut, da steht schon eine antike Theke, und da ist sogar schon die Farbe an der Wand: viele Erdtöne eben. Im Restaurantbereich ist die Küche gefliest, im Obergeschoss werden derweil noch die Wände gesetzt, was aber "überraschend schnell geht", wie Schacht sagt. Später soll es dann hier Massagen und Anwendungen geben, auch zwei Spa-Suiten gehören zur Ausstattung, wo, wer will, sich in aller Ruhe massieren lassen kann. Gestern war Richtfest - für die Arbeiter und die Nachbarn vom Wassersportzentrum Hilden.

Quelle: RP
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