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Fundstück
Amerikanischer Krebs in der Itter

Hilden. Manche Laien halten ihn für einen Hummer, andere für einen Skorpion. Das Tier, das Michael Muenze bei Haus Horst in der Itter entdeckt und bei Facebook gepostet hat, ist ein amerikanischer Flusskrebs, der mittlerweile auch in deutschen Gewässern heimisch ist. In den 1960er Jahren wurde der einheimische Edelkrebs durch die Krebspest, eine Pilzerkrankung, stark dezimiert. Stattdessen wurde sein aus den Rocky Mountains stammender Verwandter eingebürgert.

Er ist resistent gegen den Pilz, überträgt ihn aber trotzdem an seine deutschen Verwandten. Über den Rhein hat der amerikanische Signalkrebs auch die Itter besiedelt. "Mein Otter Nemo fängt ihn dort", berichtet Zoologe Wolfgang Gettmann, früher Direktor des Düsseldorfer Aquazoos. Auch in der Düssel ist der US-Flusskrebs verbreitet. Er ist für den Menschen ungefährlich und essbar.

(cis)
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