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Contra
Architektur inszenieren

Das Projekt "Lichtmomente" ist eine gute Sache. Weil man mit Licht tatsächlich Häuser, Straßen und Plätze inszenieren kann. Und weil Händler und Immobilieneigentümer sich (auch finanziell) beteiligen sollen und so mit eingebunden werden.

Ein Lichttransparent mit dem Schriftzug "Heiligenstraße" soll der Nebenstraße der Mittelstraße mehr Aufmerksamkeit bescheren. Ich finde das - pardon - ein bisschen einfaltslos. Das Konzept sei auch auf andere Straßen übertragbar, heißt es in dem Werbeprospekt. Dann gehen wir demnächst über die Mittelstraße und lesen rechts und links große, illuminierte Straßennamen. Toll. In der Innenstadt gibt es viele architektonisch wertvolle Gebäude aus ganz unterschiedlichen Epochen - auch in Seitenstraßen. Warum inszenieren wir die nicht mit Licht - Stadt, Eigentümer und Mieter Hand in Hand? Wie stimmungsvoll das sein kann, ist jeden Abend an der Reformationskirche zu sehen. Gute Architekturbeleuchtung lockt bestimmt mehr Menschen in die Innenstadt als Straßennamen aus Lichtschläuchen. Und die Innenstadt ist auch nicht nur zum Einkaufen da. cis

Quelle: RP
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