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Hilden
Auch BA gegen eine mögliche Meide-Bebauung

Hilden. Die Bürgeraktion warnt in einer Mitteilung davor, den öffentlichen Zahlen zur Größe einer Bebauung der landwirtschaftlichen Fläche zwischen Elb und Meide zu vertrauen. "330 Wohneinheiten wären wohl möglich", zitiert BA-Chef Ludger Reffgen die Zahl aus dem Exposé des Planungsamts zur Beschreibung des Bauvolumens. Und weiter: "Der flüchtige Leser der Angabe übersieht jedoch eine kleine, nachgestellte Randziffer, der eine Fußnote gewidmet ist. Darin weist die Verwaltung ausdrücklich darauf hin, dass die ,unter jeglichem Vorbehalt stehende' Zahl eine ,vollkommen unverbindliche Angabe' darstellt und die Schätzung nur zur Orientierung diene." Reffgen warnt, weil es seines Erachtens beim Bauleitplanverfahren Albert-Schweitzer-Schule ganz ähnlich zuging: Zunächst war von 65 Wohneinheiten die Rede. "Am Ende eines Architektenwettbewerbs kürte eine ,unabhängige Jury' aber einen Plan mit 145 Wohnungen, und der wurde vom Rat schlussendlich mehrheitlich auch beschlossen." Lege man dieses Zahlenverhältnis bei der Freifläche Westring/Meide/Schalbruch im Nordwesten zugrunde, komme die Berechnung auf 735 Wohneinheiten.

Auch die "Allianz für Hilden" hat sich klar gegen eine etwaige Bebauung der Flächen ausgesprochen. Sie will, dass die jungen Leute erst mal ins Umland ziehen, wo es günstigeren Wohnraum gibt als in Hilden - und zurückkehren, wenn sie sich ein Einfamilienhaus leisten können. Das sei in den vergangenen 40 Jahren genau so praktiziert worden, heißt es in einer Einlassung von Allianz-Chef Claus Munsch.

Die Stadt Hilden hat die Möglichkeit, an der Stelle Baurecht zu schaffen, gleichwohl gehören die Flächen der Stadt Düsseldorf. Ob und wie und unter welchen Vorzeichen dort gebaut wird, ist Gegenstand eines Planverfahrens unter Hildener Regie.

(gök)
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