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Postscriptum Die Woche In Unserer Stadt
Auch das ist Heimat: Kompost aus dem Kreis

Hilden. Frischer Kompost eingetroffen, meldet der Zentrale Bauhof in Hilden. Wir erklären, warum das eine gute Nachricht ist. Und warum das Gute manchmal so nah liegt.

Die Welt ein bisschen besser zu machen, ist meistens ganz schön schwierig. Aber manchmal auch ganz einfach.

Jetzt beginnt die Pflanzzeit: Garten, Beete und Blumenkästen werden hergerichtet. Nehmen Sie dafür nicht irgendwelche speziellen Erden und Substrate, sondern einfach heimischen Kompost. Der wird aus den im Kreis Mettmann eingesammelten Bio- und Grünabfällen gemacht, ist sehr preisgünstig und hat nur Vorteile. Und Sie unterstützen damit einen echten ökologischen Kreislauf. Und das direkt vor Ihrer Haustür.

Der Kreis Mettmann betreibt zusammen mit der Stadt Düsseldorf in Ratingen-Lintorf eine moderne Kompostierungsanlage. Das ist vorbildlich. Dort werden jährlich mehr als 100 000 Tonnen biologische Abfälle - die sonst verbrannt würden - in 55 000 Tonnen Qualitätskompost und 12 000 Tonnen Brennstoffe für Biomasseheizkraftwerke und Holzschnitzelheizungen verwandelt. Der Betrieb macht sich einen natürlichen Zersetzungsprozess von Mikroben zunutze. Nur dass hier ein Vorgang, der sonst einige Jahre dauert, auf einige Wochen verkürzt wird. In den künstlichen Misthaufen wird die Temperatur schnell auf 60 Grad Celsius erhöht. So werden Krankheitserreger und Samen sicher abgetötet. Ergebnis: ein hochwertiger Kompost mit Gütesiegel. Die Qualität wird ständig überwacht.

Frischer Kompost ist nicht nur gut. Er hat auch viele Vorteile: Er ernährt Pflanzen stetig und anhaltend. Er verbessert die Bodenstruktur, sorgt für eine gute Durchlüftung und macht den Einsatz von Torf und Dünger überflüssig.

Und er ist sehr preiswert. Der 45-Liter-Sack kostet nur 3,50 Euro und wird auf dem städtischen Bauhof in Hilden (Auf dem Sand 31) verkauft: täglich von 8 bis 12 Uhr, donnerstags auch von 14 bis 18 Uhr. Wie der Kompost richtig dosiert wird, steht auf jedem Sack.

Der Kreis Mettmann verschenkt sogar seinen Komposthumus in kleinen Mengen: Dann ist dieser allerdings lose. Und die Bürger müssen dazu zur Kreisdeponie Langenfeld-Immigrath direkt am Autobahnkreuz Langenfeld fahren und dazu Kübel, Säcke und Schaufel mitbringen. Die Kreisdeponie ist Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und Samstag von 8.30 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Für die RP-Leser aus Hilden und Haan liegt sie quasi um die Ecke. Wer den Kompost verwendet, tut damit auch der Natur etwas Gutes. Denn er bringt fruchtbaren Boden in Gärten, Beete und Balkonkästen in Hilden und Haan zurück, der dort zuvor als Bioabfall und Grünschnitt eingesammelt wurde.

Quelle: RP
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