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RP-Serie - Fit in den Sommer (3)
Auch ein Musical ist ein Kraftakt

RP-Serie - Fit in den Sommer (3): Auch ein Musical ist ein Kraftakt
Patrick Stanke auf der Saarbrücker Bühne, wo er in dem Musical "Paradise oft Pain" einen braven Bürger mimt, der in der Hölle gelandet ist. FOTO: privat
Hilden. Patrick Stanke steht gerne auf der Bühne, doch in den vergangenen Wochen machen ihm die Vorstellungen vor großem Publikum noch mehr Spaß. Denn der 35-Jährige fühlt sich körperlich topfit - dank der Arbeit mit einem Personal Trainer. Von Birgit Sicker

Hilden Patrick Stanke hat in diesen Wochen alle Hände voll zu tun. Der Musicaldarsteller begeistert im Stück "Paradise of Pain" das Publikum in Saarbrücken. Trotz der intensiven Vorstellungen zeigt er aber keine Spur von Müdigkeit. "Ich fühle mich super", sagt der 35Jährige. Und ergänzt: "Wenn man einmal Blut geleckt hat, lässt es einen nicht mehr los." Damit meint Stanke aber ausnahmsweise mal nicht die Schauspielerei, sondern sein tägliches Sportprogramm, das in erheblichem Maß zu seinem Wohlbefinden beiträgt. Und zugleich den Spaßfaktor auf der Bühne erhöht. Im Musical mimt der Hüne einen braven Bürger, der in die Hölle kommt und an dem alle Höllenbewohner herumzerren. Was einst einem kleinen Kraftakt gleichkam, lässt Stanke nun schmunzeln. "Ich freue mich quasi auf diese Einlage", betont er. Denn längst bringt ihn diese Szene nicht mehr ins Schwitzen.

Vor gut zwei Monaten fasste Patrick Stanke den entscheidenden Entschluss: "Ich muss mehr für meinen Körper tun." Schließlich ist der sein größtes Kapital. Der Musicaldarsteller meldete sich bei Wuppercoach an - und fand in Gordon Geib einen Personal Trainer, der Stanke nicht nur mit intensiven Übungseinheiten fordert, sondern auch ein Experte in puncto Motivation ist. Nach einem etwas holprigen Start lernte der Musicaldarsteller schnell. "Der Aufwand ist gar nicht so groß, man muss sich einfach nur aufraffen", stellt er fest. Und sagt heute: "20 Minuten pro Tag reichen für ein effektives Training. Wenn man einmal dabei ist, bekommt man locker eine Stunde hin für einen schönen Körper und ein schönes Gefühl. Und dann hat man immer noch 23 Stunden Zeit für andere Dinge." Eine Erkenntnis, die in vielen Gesprächen mit Gordon Geib reifte. "Er hat schnell gelernt, dass es um die Umstellung des Denkens geht und auf das Ganzheitliche ankommt, wenn man langfristig Erfolg erzielen will", bestätigt der Personal Trainer, der auch in Ernährungsfragen gerne Hilfestellung leistet.

Bislang trainierte Patrick Stanke zweimal die Woche in den Räumen von Wuppercoach an der Bahnhofsallee. Nun aber ist er auf Reisen. "Ich habe ihm Tipps gegeben, wie er das Hotelzimmer zu einem Fitnessraum umgestalten kann", erklärt Gordon Geib. Und der Personal Trainer ist bei Bedarf per Internet via Skype zugeschaltet. "Das ist eins zu eins, als ob er neben mir steht", berichtet Stanke und unterstreicht: "Das pusht mich noch einmal und ist einfach unbezahlbar." Sein wichtigstes Instrument in diesen Tagen ist das Springseil - "und der eigene Körper". Liegestütze oder Kniebeugen treiben den Puls in die Höhe. Und statt der Kurzhantel, die im Fitnessstudio als zusätzliches Gewicht dient, tun es nun zwei Wasserflaschen. "Oder ich lege mir einen Stuhl aufs Kreuz." Mit einem elastischen Band führt Stanke Dehnübungen für Arme und Beine durch. Der Schwerpunkt liegt außerdem auf Stabilisierungsübungen und einer Stärkung der Rumpfmuskulatur. "Alles Übungen, die man auch vor dem Fernseher machen könnte", erklärt Stanke. Und die wesentlichen Hilfsmittel, die Gordon Geib mitgab, passen in eine kleine Tasche.

Patrick Stanke mag die täglichen Sport-Einheiten nicht mehr missen. "Der Körper dankt es einem, indem er Muskeln aufbaut", sagt er. Und findet: "Der eigene Körper ist ein sehr guter Trainingspartner - er gibt einem schneller Rückmeldung als jedes Publikum." Wichtig für Stanke ist aber auch der intensive Kontakt zu Gordon Geib. Mit seinem Personal Trainer steht er ständig per EMail in Kontakt. "Er schreibt viel, was er gemacht hat. Das hat einen Kontrolleffekt und wirkt motivierend", berichtet Geib. "Es ist wichtig, dass man jemanden hat, den man fragen kann, wenn man nicht mehr weiter weiß", gesteht hingegen Stanke. Und fügt mit einem Lachen hinzu: "Außerdem habe ich jemanden, dem ich erzählen kann, dass ich statt 300 Seilsprüngen sogar 500 geschafft habe - das interessiert doch sonst keinen." Kein Zweifel: Patrick Stanke muss in den nächsten Wochen sein Training zwar selbstständig durchziehen, doch allein fühlt er sich keineswegs. "Ich bin nur nicht zu Hause", sagt er.

Quelle: RP
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