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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Aufs Bauen reagieren alle empfindlich

Hilden. Auf die öffentlich mitgeteilten Meinungen kleinerer Fraktionen zum Thema Bebauung reagiert die CDU mit einer geharnischten Antwort. Von Panikmache ist darin die Rede.

Von einer Bebauung ist bisher keine Rede. Dieser Umgang mit den Ängsten der Menschen ist ein absolutes "no go". Ebenso wie die Tatsache, dass FDP, Allianz und BA das Ansehen der Verwaltung und des gesamten Rates extrem geschädigt haben."

Mit diesen Worten reagiert CDU-Chefin Marion Buschmann auf die öffentlichen Überlegungen der genannten Fraktionen zum Thema Freiflächen-Bebauung Schalbruch. Sie spricht von einem "Skandal", denn auch FDP, BA und Allianz haben damals zugestimmt, als der Rat die Verwaltung beauftragte, nach freien Flächen in Hilden zu suchen und diese dem Rat vorzulegen. Das hat die Verwaltung gemacht - und mehr ist bisher nicht geschehen. Das ist richtig.

Nun sind womöglich falsche Zahlen im Umlauf, die Anwohner in Sorge, was die CDU zu recht kritisiert. Jedoch von Panikmache zu sprechen, wenn Mitglieder des Stadtrats ihrem Parteiprogramm entsprechend reagieren - das ginge mir zu weit. Fakt ist, dass BA und Allianz keinen Hehl daraus machen, dass sie jegliches (größeres) Bauen in Hilden ablehnen, nicht erst seit gestern. Das Verfahren Albert-Schweitzer-Gelände hat das deutlich gezeigt. Genau diesen Standpunkt unterstreichen die kleinen Fraktionen mit ihrem vorauseilenden Protest, und sie sprechen gewiss vielen Hildenern aus der Seele. Das sollten die Mehrheitsfraktionen SPD und CDU bedenken und nicht abtun.

In jedem Fall zeigen die Vorgänge, wie sensibel und brisant das Thema Bauen in Hilden ist. Wo immer darüber nachgedacht wird, ein Haus zu errichten, ist der Kampf dagegen auch schon da, siehe Schützenstraße. Im Fall des Bruchhauser Kamps, wo ein Spielplatz zu Baugrund wurde, war der Protest erfolgreich - auch wenn niemand aus dem Stadtrat das zugeben würde.

Man habe das Projekt zurückgestellt, um zu sehen, ob man das Mehrfamilienhaus tatsächlich brauchen wird, heißt es nun.

goekcen.stenzel@rheinische-post.de

Quelle: RP
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